14. Jul. 2024

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Honig wird überall auf der Welt genossen und Honigbienen werden neben der Honigproduktion auch für die kommerzielle Bestäubungsindustrie eingesetzt, und dass obwohl sie eigentlich nicht die besten Bestäuber sind. Denn im Vergleich zu heimischen Bienenarten mit 10 Blüten pro Minute schaffen Honigbienen „nur“ knapp sechs. Doch in Gebieten, in denen sich Honigbienenpopulationen ausgebreitet haben, sind die lokalen Bestäuberpopulationen zurückgegangen. Experten sind sich einig, dass die Honigbiene den Verlust der einheimischen Bestäuber nicht ausgleichen kann.

Außerdem werden in der kommerziellen Bestäubungsindustrie mehr als 10 Millionen Bienen mit Lastwagen Tausende von Kilometern transportiert. Das Problem: Diese Bewegung beeinträchtigt die Gesundheit der Bienen erheblich und macht sie anfälliger für Krankheitserreger. Es ist nicht nur wahrscheinlicher, dass diese bewirtschafteten Bienen erkranken, sondern ihr Transport auch das Risiko der Verbreitung von Krankheitserregern auf einheimische Bienen erhöht. Im Schnitt tragen Honigbienen bis zu 20 Viren, sechs Parasiten und vier Bakterienarten mit sich, die sie an einheimische Bienen verbreiten.

Diese wiederum haben gleich an mehreren Fronten zu kämpfen, da sie auch durch Pestizide stark beeinträchtigt werden: Die Pflanzenschutzmittel töten viele einheimische Bienen, die nicht gegen die Chemikalien resistent sind. Mal ganz abgesehen davon, dass diese letzten Endes in den von Honigbienen produzierten Honig und gelangen somit auch auf unserem Frühstückstich landen. Zu guter Letzt sind einheimische Wildbienen stärker vom Klimawandel betroffen als domestizierte Bienen. Eine Studie stellte fest, dass die Besiedlung von Hummelstandorten durch Wildbienen, zwischen 1901 und 2014 in Nordamerika um 46 % und in Europa um 17 % zurückging. Dies wird größtenteils auf den Klimawandel zurückgeführt, der sich in zweifacher Hinsicht negativ auswirkt: zum einen verändert er die Blütezeiten der einheimischen Pflanzen und zum anderen die zirkadianen Rhythmen der Bienen selbst.

Honig ohne Bienen: Win Win für alle Bienenvölker und die Umwelt

„Wenn man bedenkt, dass es neue Lösungen für die Bestäubung gibt und die Bienenvölker weiterhin von Krankheitserregern und dem Klimawandel bedroht sind, ist es an der Zeit, etwas zu verändern“, so Mario Brumat, Gründer und CEO von Narayan Foods. „Denn eine überproportional große Honigbienenpopulation unter allen Bienenarten ist nicht nur für die Bienen insgesamt, sondern langfristig auch für unser Ökosystem und damit für uns Menschen schlechter.“

„Als Teil der Lösung haben wir eine neuartige, hochmoderne Technologie genutzt, die Honig auf molekularer Ebene nachbildet. Dadurch konnten wir den ersten pflanzenbasierten Honig entwickeln“, ergänzt Darko Mandich, Gründer und CEO von MeliBio. „Die Honigformel ist eine nicht zu unterscheidende Honigalternative für nachhaltige und umweltbewusste Verbraucher und liefert den Einzelhändlern das ganze Jahr über den notwendigen Nachschub an Honig, ohne die Artenvielfalt zu beeinträchtigen und die Bienen zu schädigen. Er kommt ohne Pestizide und Giftstoffe aus und schützt gleichzeitig die natürliche Rolle der Bienen in der Natur. Zudem ahmt es den Geschmack, die Konsistenz und die Verwendung von Bienenhonig nach – und das ganz ohne die Zugabe verarbeiteter Sirupe oder Konzentrate.“

Das Nährstoffprofil und die innovative Formel wurden durch die Verleihung des renommierten SIAL-Innovationssiegels und des PLMA Innovation Award bestätigt. Das Produkt „Ohney“ wurde zudem vom Time Magazine 2021 als Top-100-Innovation ausgezeichnet und ist seit Anfang 2023 auf dem europäischen Markt erhältlich.

(SMC)