30. M&a. 2020

Marktplatz

Der wilde Manuka-Teebaum blüht in Neuseeland, während in Deutschland Winter ist. Von November bis Februar stehen die Bienenstöcke in oft schwer zugänglichen Gebieten, damit die rund 1,5 Milliarden Honigbienen während der sechswöchigen Manuka-Blüte den wertvollen Honig einsammeln können. Honig-Liebhaber schätzen neben dem Geschmack des Honigs auch den Inhaltsstoff Methylglyoxal (MGO). Dieser ist zurückzuführen auf den Blütennektar des bis zu acht Meter hohen „Manuka“-Teebaums, den die Bienen ernten und zu Honig verarbeiten. Im März steht der Honig mit den MGO-Qualitäten 150+, 310+, 460+ und 630+ in den Regalen von Reformhaus.

Der Manuka Honig kann vielseitig verwendet werden. Er schmeckt auf dem Brot, im Müsli im Smoothie und eignet sich auch zum Süßen von heißem Tee, denn das MGO ist weitestgehend hitzeunempfindlich. Die Technische Universität Dresden entdeckte 2006 die besondere Wirksamkeit des Manuka Honigs und entwickelte die MGO-Skala von 100 bis zu 1.000 Milligramm MGO pro Kilogramm Honig. Prof. Dr. Thomas Henle vom Institut für Lebensmittelchemie bewertet Manuka Honig ab einer Konzentration von mindestens 100 Milligramm MGO je Kilogramm Honig als kraftvoll und aktiv. Handelsübliche Honige erreichen nur 0 bis 20 Milligramm. Je höher der MGO-Wert im Manuka Honig, desto höher ist die Konzentration des Inhaltsstoffs.

Wetterbedingungen, Standort und Mikroklima, Beschaffenheit der Pflanzen und die Art der Haltung der Bienenvölker beeinflussen die Qualität eines Honigs. Die Nachhaltigkeit der Produktion und die Gesundheit der Bienen gehen den Imkern von Manuka Health nach eigenen Angaben vor kurzfristiger Honigausbeute. Die Bienenvölker werden geschützt und gefüttert, damit sie den Winter auf der Südhalbkugel gut überstehen. Antibiotika kommen nicht zum Einsatz. Qualität hat ihren Preis. Im Reformhaus kostet der Honig mit 150 mg MGO pro 250 Gramm 22,90 Euro. Die Variante mit 310 mg kostet 33,90 Euro, die mit 460 mg 56,90 Euro und die Variante mit 630 mg 79,90 Euro.

(SMC)