21. Aug. 2019

Hören

Die Lesung beginnt mit einem Anruf der Tochter des Autors. Carla (15) ruft zwar 45 Minuten später an als vereinbart, beruft sich aber auf einen Notfall. Der erweist sich als das für den nächsten Morgen anstehende Referat über Belgien. Ob ein kopierter Wikipedia-Eintrag reichen würde, fragt Jan Weiler und erfährt, dass man damit heute nicht mehr durchkommt. Auch die weiteren Geschichten widmen sich zum Großteil dem Zusammenleben mit der Tochter, die – so Jan Weiler – mal ein nettes Mädchen war und sich inzwischen zum Pubertier verwandelt hat. Weiler beschreibt, wie das Mädchen sich im Badezimmer breit gemacht hat und frotzelt, dass Diktaturen, die auf Diebstahl basieren, weder im Haus noch in der Welt besonders langlebig seien. Dann erinnert der Autor sich an den 13. Geburtstag seiner Tochter. Plötzlich ging es um das Chillen statt um einen Kindergeburtstag. In mehreren Episoden beschreibt Weiler sein Leben als Arbeit im Pubertierlabor. In diesem erforscht er nicht nur das richtige Wecken von Pubertieren, sondern auch Geldfragen, Zeitvertreib und Ordnungsliebe. Doch Weiler lacht nicht nur über Pubertiere, sondern auch über sich selbst. Augenzwinkernd beschreibt er seine Schwärmerei für eine Frau aus der Fernsehwerbung und erzählt, wie er vom ersten Elternabend im Stuhlkreis traumatisiert wurde. Das Unterhaltsame Hörbuch ist im Hörverlag erschienen. (SMC)