30. M&a. 2020

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1. Advent 2019. Rund 10.000 Besucher warten gespannt in der Oberhausener Arena auf den Beginn der Veranstaltung, die Fans der unterschiedlichsten Musikrichtungen begeistert. An diesem Abend freuen sich die Zuschauer in der ausverkauften Arena auf die Solisten und das Antwerp Philharmonic Orchestra mit der Dirigentin Alexandra Arrieche, den Chor Fine Fleur, die Musiker von NOTP Backbone, die Background Vokalisten Pretty Vanillas sowie die Tänzer von Let’s Go Urban. Moderator Marcus Fahn begleitet als unterhaltsamer Moderator die Veranstaltung, deren Besuch für viele Musikbegeisterte fester Bestandteil der Adventszeit geworden ist.

Mit klassischer Musik eröffnet das Sinfonie Orchester traditionell stimmungsvoll den Abend. Danach folgt der erste Auftritt von Natalie Choquette, die mit viel Applaus empfangen wird. Die vielseitig begabte Sängerin beginnt ihre Auftritte mit einer Arie aus dem Barbier von Sevilla. Dass sie aufgrund eines Knöchelbruchs gehandicapt ist, nimmt sie gelassen. Die Opernsängerin verbindet hervorragenden Gesang mit dem ihr eigenen Stil klassische Musik und Comedy gelungen zu verbinden. Später reißt sie das Publikum zu Lachstürmen hin, während sie „Nessun dorma“ aus Turandot und das Volkslied „Kalinka“ sehr humorvoll interpretiert. Wie vielseitig die großartige Sängerin ist, beweist Natalie Choquette, als sie im Laufe des Abends das Ave Maria ganz eindringlich und klassisch vorträgt.

Leslie Clio ist die „Lady in Red“ der Night of the Proms. Die in Deutschland vor allem mit dem Titel „I couldn’t care less“ bekannt gewordene Interpretin, trägt diesen und einige andere Titel mit übertriebenen „Gymnastikeinlagen“ vor und erhält dafür nur Pflichtapplaus. Später gelingt ihr jedoch ein hinreißender Auftritt mit „Time after Time“ mit den Hooters.

Nach Leslie Clios Auftritt erstrahlt die Bühne in grünem Licht und dann rockt die Halle. Niemanden hält es auf den Sitzen, da braucht es keine Animation zum Aufstehen, die totale Begeisterung ist in der Halle angekommen. Eric Bazilian und Rob Hyman von The Hooters stehen auf der Bühne mit „All you Zombies“. Es ist als hätte jemand die Uhr zurückgedreht. Ihre ganz großen Hits sind nach rund 30 Jahren immer noch im Ohr der Fans, es gibt viel Beifall, es wird mitgesungen. Eric bittet die Technik um Licht, um die Zuschauer in Oberhausen sehen zu können. The Hooters stehen da, so wie man sie kennt oder zu kennen meint, mit ihren Gitarren, Keyboard, Flöte, Akkordeon und ihrem folkigen, rockigen Sound. Ein gutes Gefühl. Eric Bazilian spricht auch auf Deutsch zum Publikum und beim Song „One of Us“, den er in Englisch und größtenteils in deutscher Sprache performt, tritt bei vielen ein Vorweihnachtsgefühl auf, wenn er singt: If God had a name…. Gott ist groß, Gott ist gut, was würdest Du fragen, wenn Du nur eine Frage hättest…?

Nach der Pause spielt das APO den Bolero, dazu gibt es eine artistische, hervorragend zur Musik passende Tanzeinlage der belgischen Gruppe von Let’s Go Urban. Danach folgte der Auftritt von Al McKay’s Earth Wind & Fire Experience. McKay, der ein begnadeter Gitarrist ist, spielt zusammen mit den Sängern Tim Owens, DeVerveDuckett und Claude Woods Party Musik, die weltweit bei keiner wirklich guten Party fehlen sollte. „Let’s groove“, „September“ und „Boogie Wonderland“ waren die Tanzmusik des Abends. Einen Song über Mut und Freundschaft präsentieren John Miles und Natalie Choquette mit dem eindringlich vorgetragenen Titel „Don’t give up“.

Danach stehen wieder sehr viele Besucher spontan auf, denn es folgen noch einmal The Hooters mit der Ballade „500 Miles“. Dazu sieht man auf der Videowand ein Auto, das meilenweit eine staubige Landstraße entlangfährt. Viele kleine bunte Lichter der Zuschauer leuchten dazu. Leslie Clio performt dann mit Eric Bazilian und Rob Hyman „Time after Time“, bei dem Rob Hyman Mitautor ist.

Nach einem Moment der Dunkelheit steht Alan Parsons auf der Bühne. Applaus brandet auf. Der weltbekannte Künstler am Synthesizer, nimmt  seine Gitarre und performt umjubelt den ersten seiner sehr erfolgreichen Titel „Eye in the Sky“. Begleitet wird er dabei von zwei Gitarristen und den Background-Vokalisten Pretty Vanillas. Danach bedankt er sich ausdrücklich bei allen mitwirkenden Musikern des Abends und spricht über sein neues Album The Secret. „Believe it or not, I’m still making music“, versichert er und setzt sein Programm fort mit „One Note Symphonie“ vom aktuellen Album. Sein Song „Don’t answer me“ folgt und danach spielt er „Games people play“, den Titel mit dem wunderbaren Saxophonsolo.

Nicht vergessen darf man an dem Abend den Briten John Miles, der von Anfang an zu den Solisten der Night of the Proms gehört. Sein Song „Music“ ist die Hymne der  Night of the Proms geworden. John Miles war in den 1970er und 1980er Jahren einer der Sänger von Alan Parsons Project. Miles, diesmal ganz in schwarz gekleidet, der auch hervorragend Klavier und Gitarre spielt, begeisterte sein Publikum in diesem Jahr unter anderem mit seiner Version von „I’m only human“ und Titeln von Queen.

An diesem Abend vergeht die Zeit wie im Flug. Den Abschluss macht bei der diesjährigen Tournee der immer junge Beatles Titel „Love, Love, Love“ von 1967. Die Oberhausener Fans kaufen in der Arena schon die ersten Karten für 2020.

In diesem Jahr macht die Night of the Proms folgende Stationen:

  • 04.12.2019 Frankfurt, Festhalle 
  • 05.12.2019 Frankfurt, Festhalle
  • 06.12.2019 Köln, Lanxess Arena
  • 07.12.2019 Köln, Lanxess Arena
  • 12.12.2019 Stuttgart, Schleyerhalle
  • 13.12.2019 München, Olympiahalle
  • 14.12.2019 München, Olympiahalle
  • 15.12.2019 München, Olympiahalle
  • 17.12.2019 Erfurt, Messehalle
  • 18.12.2019 Hannover, TUIArena
  • 20.12.2019 Hamburg, Barclaycard Arena
  • 21.12.2019 Hamburg, Barclaycard Arena
  • 22.12.2019 Bremen, ÖVB Arena
(cel)