29. Jan. 2022

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An der Arena vereinigten sie sich mit tausenden anderer Fans. Ursprünglich entstanden ist die Idee in den Niederlanden. Dort ist es seit Jahren in, ganz in weiß zur Sensation zu kommen. Nicht umsonst, denn die weiße Uniform erzeugt nicht nur einzigartige optische Eindrücke, sondern schafft auch Verbundenheit. In Amsterdam kommen seit fünf Jahren jeweils rund 40.000 Tanzfans zusammen.

Ganz so voll war es in der Arena nicht, doch das tat der Stimmung im dicht gefüllten Innenraum keinen Abbruch. Zum Partystart um 21 Uhr legten zunächst die Disco Boys auf. Ihre Mischung aus Disco und House war genau das richtige, um die Fans auf die riesige Tanzfläche zu locken.

Weiter ging es mit Moguai und Erick Morillo, der Nummer eins der Houseszene. Besonders beeindruckt waren die Fans von der viel zu kurzen Megamix Show. Diese bestand aus einer grandiosen Lasershow, Videoeinspielern und kostümierten Darstellern, die an Seilen von der Decke baumelten oder durchs Publikum unterwegs waren. Neben der Musik war die Show ohne Zweifel der Höhepunkt der Sensation White. Andere Show- und Variete-Elemente im Verlauf des Abends gingen nahezu unter, da die Hauptbühne die volle Aufmerksamkeit der Tänzer fesselte.

In einer sich drehenden Kanzel namen auch Carl Cox, Sven Väth und Armin van Buuren Platz und legten für die Fans auf. Dabei zeigten die Veranstalter der Sensation, dass es durchaus möglich ist, in der Arena für einen guten Sound zu sorgen. Mit wummernden Bässen und klingenden Höhen übertraf der Sound alles bisher in der Arene gewesende.

Sicher auch dank des gewaltigen Technikeinsatzes. 10.000 Lautsprecher, 28 Laser, riesige LED-Bildschirme und riesiges Dekomaterial ließen die Arena so ganz anderes aussehen und klingen als an anderen Tagen. Insgesamt wurde allein die Decke des Stadions mit 70 Tonnen Technik und Material versehen! Dazu gehörte auch ein weißer Regen aus Papierschnipseln, der sich minutenlang über die Tanzenden ergoß.

Die Sensation hat Maßstäbe für Dance-Events in Deutschland gesetzt. Man darf gespannt sein, wie die Veranstalter ID&T ihre eigene Show im nächsten Jahr toppen wollen. (SMC)