Viele Flußkreuzfahrten auf dem Rhein beginnen in Köln. Nachdem die Koffer an Bord gebracht wurden, führt der erste Weg die Reisenden in den Kölner Dom. Das über Jahrhunderte erbaute Gotteshaus mit seinen 157 Meter hohen Türmen ist weltbekannt und die am häufigsten besichtigte Sehenswürdigkeit Deutschlands. Erst im Jahr 1880 wurde der Dom, in dem sich in einem reich mit Edelsteinen verzierten Goldschrein die Gebeine der Heiligen Drei Könige befinden sollen, fertiggestellt. Kunstliebhaber besuchen in Köln das Museum Ludwig oder das Wallraf-Richartz-Museum. In unmittelbarer Nähe des Kais liegt am Rheinufer nicht nur das Schokoladenmuseum, sondern auch die Hohenzollern-Brücke. Auf der haben Liebespaare in den letzten Jahren tausende mit ihren Namen gravierte Liebesschlösser angebracht und die Schlüssel dem Rhein anvertraut.
Die Fahrt den Rhein hinauf führt in die alte Garnisonsstadt Koblenz. Gleich nach dem Frühstück verlassen die meisten Reisenden das Schiff und beginnen die schmalen Gassen zwischen der Basilika St. Kantor und der Liebfrauenkirche zu entdecken. Wenige hundert Meter neben der Landungsstelle an der Balduin-Brücke liegt das Deutsche Eck, der Zusammenfluss von Rhein und Mosel. Reich beflaggt steht dort das 37 Meter hohe, imposante Denkmal Kaiser Wilhelms. Dank der Bundesgartenschau im letzten Jahr führt eine Seilbahn ans andere Ufer hoch hinauf zur Festung Ehrenbreitstein. Auch in den romantischen Gassen der Stadt gibt es viel zu entdecken. So erinnert der Schängelbrunnen am Rathaus nicht nur an die frechen Koblenzer Lausbuben, sondern auch an die französische Besetzung der Stadt. Gleich neben der Anlegestelle zeigt der Augenroller am Florinsmarkt den Gästen der Stadt zu jeder vollen Stunde seine rote Zunge. Bei einer Stadtführung erfahren die Gäste einiges über die 2.000 Jahre währende, wechselhafte Geschichte der Stadt, die heute mit ihrem fast mediterranen Flair begeistert.
Vorbei an zahlreichen Burgen, Burgruinen und Schlössern setzt das Schiff seine Reise fort. Vom Sonnendeck aus können die Kreuzfahrer mit Kamera und Fernglas auf malerische Orte und die Zinnen der einstigen Herrscherhäuser blicken. Burg Reichenstein, Marksburg und Schloss Stolzenfels sind nur drei der geschichtsträchtigen Orte unmittelbar neben dem Fluss. Bei St. Goar passieren die Flusskreuzfahrtschiffe das Denkmal der durch Heinrich Heine weltweit bekannt gewordenen Nixe Loreley und kurz darauf den berühmten Loreley-Felsen. Die Passage des Felsens erleben die meisten Gäste an Deck. Das große Sonnendeck vom Bug bis zum Heck des Schiffes lädt nicht nur ein zu einem Spaziergang, sondern bei vielen Schiffen auch zu einer Partie Schach, Shuffleboard oder Minigolf. Am Abend nähert sich das Schiff dann dem kleinen Städtchen Rüdesheim.
Wer bei Lüftner Cruises eine Reise auf der MS Amadeus Brilliant gebucht hat, erlebt eine entspannte und doch ereignisreiche Woche auf dem Rhein. Großzügige Kabinen mit bequemen Betten, viel Platz in den Schränken und großen Fenstern mit Blick auf den Rhein sorgen für Wohlfühlatmosphäre. Jede Kabine auf dem modernen Schiff verfügt über ein gut ausgestattetes Badezimmer und ist dank Klimaanlage immer genau richtig temperiert. Steckdosen für das Aufladen von Kameras, Handys und Notebooks sind ebenso vorhanden wie Föhn, Satelliten-TV und kostenpflichtiger Internetzugang. Moderne Kunst an den Wänden und eine gelungene Raumaufteilung sorgen dafür, dass man die Fahrt auch dann genießt, wenn nicht die Sonne scheint. Wer möchte, kann den Tag an Bord mit Blick auf den Fluss in der Panoramabar verbringen oder sich im Amadeusclub am Heck des Schiffes aufhalten. Fünfmal am Tag sind die Gäste eingeladen, sich kulinarisch verwöhnen zu lassen. Sowohl mittags als auch am Abend können die Gäste im Restaurant zwischen mehreren Gängen wählen. Nach der Vorspeise stehen täglich wechselnd zwei Suppen, drei Hauptgänge sowie zwei Desserts zur Wahl. Frühstück, Nachmittagskaffee und Mitternachtsimbiss werden als Buffet angeboten. Der Wein zum Abendessen ist dabei im Reisepreis eingerechnet. Ebenfalls fair kalkuliert sind die Ausflüge. Wer in jedem Hafen einen Rundgang oder eine Bustour mitmachen möchte, bezahlt dafür moderate 135 Euro.
In Rüdesheim legt das Schiff am Abend an. Ein nächtlicher Spaziergang am von Platanen gesäumten Ufer bietet sich genauso an wie ein Abstecher in die weltberühmte Drosselgasse. Die nur drei Meter breite und 144 Meter lange Ausgehmeile des kleinen Weinbauortes zieht jedes Jahr drei Millionen Touristen aus aller Welt an. Umgeben von 330 ha Weinbergen schmiegt sich der Ort mit seinen malerischen Gassen in das Rheintal. In Sichtweite der Anlegestelle liegen der Adlerturm und die Befestigungsanlagen der Stadt aus dem 15. Jahrhundert. Sehens- und hörenswert sind die Musikautomaten in „Siegfrieds Mechanischem Musikkabinett“. Ein privater Sammler hat dort Grammophone, automatisch spielende Klaviere und Automaten, die ein ganzes Orchester erklingen lassen, zusammengetragen. Bei einer Führung durch die Räumlichkeiten werden die Geräte zum Leben erweckt und faszinieren durch Handwerkskunst und Klang.
Wenige Flusskilometer durch die oberrheinische Tiefebene später erreicht das Schiff die Karnevalshochburg Mainz. Die im Krieg fast vollständig zerstörte Stadt ist Heimat von Johannes Gutenberg. Der Erfinder des modernen Buchdrucks mit beweglichen Lettern begegnet Besuchern immer wieder im Stadtbild. Auf dem Weg vom Schiff in die Innenstadt kommen die Gäste vorbei an Gutenbergs Geburtshaus und dem Standort seiner ersten Druckerei. Im Gutenberg-Museum steht eine historische Druckerpresse, auf der im Beisein der Besucher eine Bibelseite gedruckt wird. Exponate wie die weltberühmte 42-Zeilen-Bibel geben Einblick in die 4.000-jährige Geschichte des Schreibens. Bis zum 22. April 2012 zeigt das Museum die Medienausstellung „Moving Types“. Diese zeigt in einer Retrospektive von den Anfängen des bewegten Bildes bis heute herausragende Gestaltungsbeispiele von Schrift in Bewegung. Oberhalb des Stadtzentrums liegt die Kirche St. Stephan. Zwei Fenster der Hallenkirche wurden von Marc Chagall gestaltet. Der Weg zurück zum Rhein ist in Mainz ganz leicht zu finden. Rote Straßenschilder kennzeichnen Straßen, die parallel zum Fluss verlaufen, blaue hingegen die zum Wasser führenden Wege.
Vor dem nächsten Halt in Straßburg wird der Rhein zum Grenzfluss zwischen Deutschland und Frankreich. Die Großstadt selbst ist Schmelztiegel der europäischen Kulturen. Schnell fallen die Gebäude des Europäischen Parlaments ins Auge. Neben dem Parlament haben in Straßburg auch der Europarat und der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte ihren Sitz. Das Wappen des Elsass ziert ein Storch. Um das Wappentier das ganze Jahr über zu Gast zu haben, füttert man die Zugvögel in speziellen Storchenparks. Architektonisch fallen in der Altstadt Fachwerkhäuser aus dem 15. bis 17. Jahrhundert ins Auge. Zentrum der Stadt ist das Straßburger Münster. Gebaut wurde die als achtes Weltwunder bezeichnete Kirche von 1176 bis 1439 aus rotem Sandstein im Stil der klassischen französischen Gotik nach dem Vorbild der Notre Dame in Paris. Wunderschöne Fenster aus dem 13. Jahrhundert und eine eindrucksvolle astronomische Uhr machen den Besuch besonders interessant. Zahllose Geschäfte in der Innenstadt bieten Mode, Kunst und Accessoires, sodass jeder Reisende das passende Mitbringsel finden kann. Umgeben wird die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehörende Altstadt von den verschiedenen Armen des Rhein-Nebenflusses Ill. An den Ufern stehen alte Bürgerhäuser, Festungsanlagen und Kirchen.
Von Straßburg aus führt ein Tagesausflug am nächsten Tag tiefer in das Elsass hinein bis nach Colmar. Vorbei an kleinen Dörfern mit reicher Tradition und unendlichen Weinbergen sind die Gäste unterwegs in die Hauptstadt der elsässischen Weine. Entlang der Weinstraße stehen verschiedene Rebsorten, alte Häuser und Dörfer im Postkartenstil. Auf den Dachgiebeln des Dorfes Scharweiller zeigen aufgesteckte Herzen und Weinflaschen bis heute, ob dort unverheiratete Frauen oder Männer leben. Colmar ist die Heimatstadt von Frédéric-Auguste Bartholdi. Der Künstler, der im 19. Jahrhundert die New Yorker Freiheitsstatue gestaltet hat, hat auch in Colmar einige bedeutende Werke hinterlassen. Mit ihrem pittoresken Charme prägen bunt bemalte und gut erhaltene Fachwerkhäuser das Bild der Kleinstadt.
Reisende der Amadeus Brilliant haben in jeder der Städte die Möglichkeit einen Stadtrundgang oder einen Ausflug zu buchen. Dank des kabellosen Audiosystems Quietvox können alle Gäste den Erläuterungen des Reiseleiters problemlos folgen und müssen sich nicht in dessen unmittelbarer Nähe aufhalten. Zu Beginn der Reise bekommt jeder Gast einen persönlichen Kopfhörer. Der geladene Empfänger wird vor jedem Ausflug an der Rezeption abgeholt. Dort gibt man vor dem Verlassen des Schiffs auch den Kabinenschlüssel ab. Mit an Land nimmt man stattdessen eine Bordkarte. Stadtpläne für Gäste, die individuell an Land gehen, sind an Bord genauso selbstverständlich wie Tipps zu besonders sehenswerten Orten. Während der Fahrt informiert die Kreuzfahrtdirektorin ihre Gäste gelegentlich mit Durchsagen über Besonderheiten am Ufer und Städte in Sichtweite. Sportliche Reisende können an Bord den Fitnessraum nutzen oder sich im kleinen Spa-Bereich für eine Massage entscheiden. Sogar einen eigenen Friseur hat MS Amadeus Brilliant an Bord, sodass die Frisur beim Kapitäns-Dinner garantiert richtig sitzt. Sänger und Pianisten sorgen am Abend und in der Kaffeepause für stilvolle Unterhaltung. Bezahlt werden Ausfluge und Getränke an Bord über ein Bordkonto. Erst am Ende der Reise wird dies in Bar, mit EC- oder Kreditkarte ausgeglichen. An Bord der Amadeus Brilliant, die im Jahr 2011 gebaut wurde, herrscht eine freundliche und oft familiäre Atmosphäre. Rund 40 Besatzungsmitglieder kümmern sich um die Gäste, die auf drei Decks in 67 Kabinen und neun Suiten untergebracht sind. Die Doppelkabinen auf dem 110 Meter langen und 11,4 Meter breiten Schiff sind 15 m² groß. In den Suiten freuen die Gäste sich über 22 m². Alle Kabinen verfügen über zwei Betten, die auf Wunsch zusammen oder separat aufgestellt werden. Besonders angenehm ist eine Reise auf dem Mozart- oder Strauss-Deck, da alle Kabinen auf diesen große Glasschiebetüren haben, die über die gesamte Kabinenbreite gehen.
Wendepunkt der Flussreise ist Basel Die Hauptstadt des Kantons Basel-Stadt ist mit 190.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt der Schweiz. Basel entdeckt man am besten mit dem Bus. Am Stadtring liegt das berühmte Spalentor. Die feine und zurückhaltende Stadt war Schauplatz des ersten zionistischen Weltkongresses und ist bis heute Ausrichter der Kunstmesse „Art Basel“ und einer großen Juweliersmesse. Viele Brunnen auf den Straßen sind mit Basilisken verziert. Die Fabelwesen werden als Mischwesen aus Drachen, Hähnen und Schlangen dargestellt. Weniger tierfreundlich ist das exklusivste Hotel am Platz. Stadtführer berichten, dass selbst Michael Jackson im „Les Trois Rois” vor die Tür gewiesen wurde als er mit seinem Affen einchecken wollte. Kreativer geht es zu im ehemaligen Kloster Klingenthal, das heute zu einem Kulturzentrum geworden ist. In der mittelalterlichen Innenstadt hingegen beeindruckt das dunkelrote und reich verzierte Rathaus die Besucher. Oberhalb der Stadt liegt das Münster aus dem 12. Jahrhundert. Eine Terrasse hinter der Kirche ermöglicht einen Blick über die Kunstmetropole. Unzählige historische Bauwerke erzählen aus der reichen Geschichte der Stadt.
Letztes Ziel der Reise ist die Kaiserstadt Speyer. Gleich neben dem Anlieger befindet sich weithin sichtbar der Dom zu Speyer mit den Kaisergräbern. Der war einst das größte Gebäude der bekannten Welt und ist mit seinen fünf Meter dicken Grundmauern eindrucksvolles Zeugnis der Geschichte der Stadt. Vor dem Dom steht ähnlich einem Brunnen der Domnapf. Nach einem alten Vertrag muss jeder neue Bischof diesen bei seiner Amtseinführung mit Wein füllen und die gesamte Bevölkerung einladen mit ihm zu feiern. Im Historischen Museum der Pfalz liegt eine 1.700 Jahre alte, verschlossene Weinflasche, die einst einem römischen Legionär mit auf den Weg gegeben wurde. Auch die jüdische Kultur ist reich. In der Nähe des Domes ist ein rituelles Bad, die Mikwe, erhalten geblieben. Verwinkelte Gassen, Kirchen und viel Grün prägen das Gesicht der Stadt. Bekannt ist auch das Technikmuseum Speyer. Naturliebhaber entdecken im Domgarten wild lebende Papageien, die dort heimisch geworden sind.
Anschließend geht die Reise zurück nach Köln. In Fließrichtung des Rheins ist MS Amadeus Brillant besonders schnell unterwegs und lädt die Reisenden erneut ein, das Flusspanorama an sich vorüberziehen zu lassen. Ganz entspannt sitzen die Gäste an Bord, in der Kabine, dem Restaurant oder an Deck und lassen eine der schönsten Wasserstraßen Europas Revue passieren. Lüftner Cruises bietet im Jahr 2012 verschiedene Reisen auf Rhein und Mosel an und gibt den Gästen damit die Gelegenheit auf komfortable Art und Weise bekannte Städte, eindrucksvolle Landschaften und interessante Menschen zu erleben. Natur, Kultur und Geschichte sind Teil eines erholsamen Urlaubs an Bord der Amadeus-Schiffe. (SMC)
Die Fahrt den Rhein hinauf führt in die alte Garnisonsstadt Koblenz. Gleich nach dem Frühstück verlassen die meisten Reisenden das Schiff und beginnen die schmalen Gassen zwischen der Basilika St. Kantor und der Liebfrauenkirche zu entdecken. Wenige hundert Meter neben der Landungsstelle an der Balduin-Brücke liegt das Deutsche Eck, der Zusammenfluss von Rhein und Mosel. Reich beflaggt steht dort das 37 Meter hohe, imposante Denkmal Kaiser Wilhelms. Dank der Bundesgartenschau im letzten Jahr führt eine Seilbahn ans andere Ufer hoch hinauf zur Festung Ehrenbreitstein. Auch in den romantischen Gassen der Stadt gibt es viel zu entdecken. So erinnert der Schängelbrunnen am Rathaus nicht nur an die frechen Koblenzer Lausbuben, sondern auch an die französische Besetzung der Stadt. Gleich neben der Anlegestelle zeigt der Augenroller am Florinsmarkt den Gästen der Stadt zu jeder vollen Stunde seine rote Zunge. Bei einer Stadtführung erfahren die Gäste einiges über die 2.000 Jahre währende, wechselhafte Geschichte der Stadt, die heute mit ihrem fast mediterranen Flair begeistert.
Vorbei an zahlreichen Burgen, Burgruinen und Schlössern setzt das Schiff seine Reise fort. Vom Sonnendeck aus können die Kreuzfahrer mit Kamera und Fernglas auf malerische Orte und die Zinnen der einstigen Herrscherhäuser blicken. Burg Reichenstein, Marksburg und Schloss Stolzenfels sind nur drei der geschichtsträchtigen Orte unmittelbar neben dem Fluss. Bei St. Goar passieren die Flusskreuzfahrtschiffe das Denkmal der durch Heinrich Heine weltweit bekannt gewordenen Nixe Loreley und kurz darauf den berühmten Loreley-Felsen. Die Passage des Felsens erleben die meisten Gäste an Deck. Das große Sonnendeck vom Bug bis zum Heck des Schiffes lädt nicht nur ein zu einem Spaziergang, sondern bei vielen Schiffen auch zu einer Partie Schach, Shuffleboard oder Minigolf. Am Abend nähert sich das Schiff dann dem kleinen Städtchen Rüdesheim.
Wer bei Lüftner Cruises eine Reise auf der MS Amadeus Brilliant gebucht hat, erlebt eine entspannte und doch ereignisreiche Woche auf dem Rhein. Großzügige Kabinen mit bequemen Betten, viel Platz in den Schränken und großen Fenstern mit Blick auf den Rhein sorgen für Wohlfühlatmosphäre. Jede Kabine auf dem modernen Schiff verfügt über ein gut ausgestattetes Badezimmer und ist dank Klimaanlage immer genau richtig temperiert. Steckdosen für das Aufladen von Kameras, Handys und Notebooks sind ebenso vorhanden wie Föhn, Satelliten-TV und kostenpflichtiger Internetzugang. Moderne Kunst an den Wänden und eine gelungene Raumaufteilung sorgen dafür, dass man die Fahrt auch dann genießt, wenn nicht die Sonne scheint. Wer möchte, kann den Tag an Bord mit Blick auf den Fluss in der Panoramabar verbringen oder sich im Amadeusclub am Heck des Schiffes aufhalten. Fünfmal am Tag sind die Gäste eingeladen, sich kulinarisch verwöhnen zu lassen. Sowohl mittags als auch am Abend können die Gäste im Restaurant zwischen mehreren Gängen wählen. Nach der Vorspeise stehen täglich wechselnd zwei Suppen, drei Hauptgänge sowie zwei Desserts zur Wahl. Frühstück, Nachmittagskaffee und Mitternachtsimbiss werden als Buffet angeboten. Der Wein zum Abendessen ist dabei im Reisepreis eingerechnet. Ebenfalls fair kalkuliert sind die Ausflüge. Wer in jedem Hafen einen Rundgang oder eine Bustour mitmachen möchte, bezahlt dafür moderate 135 Euro.
In Rüdesheim legt das Schiff am Abend an. Ein nächtlicher Spaziergang am von Platanen gesäumten Ufer bietet sich genauso an wie ein Abstecher in die weltberühmte Drosselgasse. Die nur drei Meter breite und 144 Meter lange Ausgehmeile des kleinen Weinbauortes zieht jedes Jahr drei Millionen Touristen aus aller Welt an. Umgeben von 330 ha Weinbergen schmiegt sich der Ort mit seinen malerischen Gassen in das Rheintal. In Sichtweite der Anlegestelle liegen der Adlerturm und die Befestigungsanlagen der Stadt aus dem 15. Jahrhundert. Sehens- und hörenswert sind die Musikautomaten in „Siegfrieds Mechanischem Musikkabinett“. Ein privater Sammler hat dort Grammophone, automatisch spielende Klaviere und Automaten, die ein ganzes Orchester erklingen lassen, zusammengetragen. Bei einer Führung durch die Räumlichkeiten werden die Geräte zum Leben erweckt und faszinieren durch Handwerkskunst und Klang.
Wenige Flusskilometer durch die oberrheinische Tiefebene später erreicht das Schiff die Karnevalshochburg Mainz. Die im Krieg fast vollständig zerstörte Stadt ist Heimat von Johannes Gutenberg. Der Erfinder des modernen Buchdrucks mit beweglichen Lettern begegnet Besuchern immer wieder im Stadtbild. Auf dem Weg vom Schiff in die Innenstadt kommen die Gäste vorbei an Gutenbergs Geburtshaus und dem Standort seiner ersten Druckerei. Im Gutenberg-Museum steht eine historische Druckerpresse, auf der im Beisein der Besucher eine Bibelseite gedruckt wird. Exponate wie die weltberühmte 42-Zeilen-Bibel geben Einblick in die 4.000-jährige Geschichte des Schreibens. Bis zum 22. April 2012 zeigt das Museum die Medienausstellung „Moving Types“. Diese zeigt in einer Retrospektive von den Anfängen des bewegten Bildes bis heute herausragende Gestaltungsbeispiele von Schrift in Bewegung. Oberhalb des Stadtzentrums liegt die Kirche St. Stephan. Zwei Fenster der Hallenkirche wurden von Marc Chagall gestaltet. Der Weg zurück zum Rhein ist in Mainz ganz leicht zu finden. Rote Straßenschilder kennzeichnen Straßen, die parallel zum Fluss verlaufen, blaue hingegen die zum Wasser führenden Wege.
Vor dem nächsten Halt in Straßburg wird der Rhein zum Grenzfluss zwischen Deutschland und Frankreich. Die Großstadt selbst ist Schmelztiegel der europäischen Kulturen. Schnell fallen die Gebäude des Europäischen Parlaments ins Auge. Neben dem Parlament haben in Straßburg auch der Europarat und der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte ihren Sitz. Das Wappen des Elsass ziert ein Storch. Um das Wappentier das ganze Jahr über zu Gast zu haben, füttert man die Zugvögel in speziellen Storchenparks. Architektonisch fallen in der Altstadt Fachwerkhäuser aus dem 15. bis 17. Jahrhundert ins Auge. Zentrum der Stadt ist das Straßburger Münster. Gebaut wurde die als achtes Weltwunder bezeichnete Kirche von 1176 bis 1439 aus rotem Sandstein im Stil der klassischen französischen Gotik nach dem Vorbild der Notre Dame in Paris. Wunderschöne Fenster aus dem 13. Jahrhundert und eine eindrucksvolle astronomische Uhr machen den Besuch besonders interessant. Zahllose Geschäfte in der Innenstadt bieten Mode, Kunst und Accessoires, sodass jeder Reisende das passende Mitbringsel finden kann. Umgeben wird die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehörende Altstadt von den verschiedenen Armen des Rhein-Nebenflusses Ill. An den Ufern stehen alte Bürgerhäuser, Festungsanlagen und Kirchen.
Von Straßburg aus führt ein Tagesausflug am nächsten Tag tiefer in das Elsass hinein bis nach Colmar. Vorbei an kleinen Dörfern mit reicher Tradition und unendlichen Weinbergen sind die Gäste unterwegs in die Hauptstadt der elsässischen Weine. Entlang der Weinstraße stehen verschiedene Rebsorten, alte Häuser und Dörfer im Postkartenstil. Auf den Dachgiebeln des Dorfes Scharweiller zeigen aufgesteckte Herzen und Weinflaschen bis heute, ob dort unverheiratete Frauen oder Männer leben. Colmar ist die Heimatstadt von Frédéric-Auguste Bartholdi. Der Künstler, der im 19. Jahrhundert die New Yorker Freiheitsstatue gestaltet hat, hat auch in Colmar einige bedeutende Werke hinterlassen. Mit ihrem pittoresken Charme prägen bunt bemalte und gut erhaltene Fachwerkhäuser das Bild der Kleinstadt.
Reisende der Amadeus Brilliant haben in jeder der Städte die Möglichkeit einen Stadtrundgang oder einen Ausflug zu buchen. Dank des kabellosen Audiosystems Quietvox können alle Gäste den Erläuterungen des Reiseleiters problemlos folgen und müssen sich nicht in dessen unmittelbarer Nähe aufhalten. Zu Beginn der Reise bekommt jeder Gast einen persönlichen Kopfhörer. Der geladene Empfänger wird vor jedem Ausflug an der Rezeption abgeholt. Dort gibt man vor dem Verlassen des Schiffs auch den Kabinenschlüssel ab. Mit an Land nimmt man stattdessen eine Bordkarte. Stadtpläne für Gäste, die individuell an Land gehen, sind an Bord genauso selbstverständlich wie Tipps zu besonders sehenswerten Orten. Während der Fahrt informiert die Kreuzfahrtdirektorin ihre Gäste gelegentlich mit Durchsagen über Besonderheiten am Ufer und Städte in Sichtweite. Sportliche Reisende können an Bord den Fitnessraum nutzen oder sich im kleinen Spa-Bereich für eine Massage entscheiden. Sogar einen eigenen Friseur hat MS Amadeus Brilliant an Bord, sodass die Frisur beim Kapitäns-Dinner garantiert richtig sitzt. Sänger und Pianisten sorgen am Abend und in der Kaffeepause für stilvolle Unterhaltung. Bezahlt werden Ausfluge und Getränke an Bord über ein Bordkonto. Erst am Ende der Reise wird dies in Bar, mit EC- oder Kreditkarte ausgeglichen. An Bord der Amadeus Brilliant, die im Jahr 2011 gebaut wurde, herrscht eine freundliche und oft familiäre Atmosphäre. Rund 40 Besatzungsmitglieder kümmern sich um die Gäste, die auf drei Decks in 67 Kabinen und neun Suiten untergebracht sind. Die Doppelkabinen auf dem 110 Meter langen und 11,4 Meter breiten Schiff sind 15 m² groß. In den Suiten freuen die Gäste sich über 22 m². Alle Kabinen verfügen über zwei Betten, die auf Wunsch zusammen oder separat aufgestellt werden. Besonders angenehm ist eine Reise auf dem Mozart- oder Strauss-Deck, da alle Kabinen auf diesen große Glasschiebetüren haben, die über die gesamte Kabinenbreite gehen.
Wendepunkt der Flussreise ist Basel Die Hauptstadt des Kantons Basel-Stadt ist mit 190.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt der Schweiz. Basel entdeckt man am besten mit dem Bus. Am Stadtring liegt das berühmte Spalentor. Die feine und zurückhaltende Stadt war Schauplatz des ersten zionistischen Weltkongresses und ist bis heute Ausrichter der Kunstmesse „Art Basel“ und einer großen Juweliersmesse. Viele Brunnen auf den Straßen sind mit Basilisken verziert. Die Fabelwesen werden als Mischwesen aus Drachen, Hähnen und Schlangen dargestellt. Weniger tierfreundlich ist das exklusivste Hotel am Platz. Stadtführer berichten, dass selbst Michael Jackson im „Les Trois Rois” vor die Tür gewiesen wurde als er mit seinem Affen einchecken wollte. Kreativer geht es zu im ehemaligen Kloster Klingenthal, das heute zu einem Kulturzentrum geworden ist. In der mittelalterlichen Innenstadt hingegen beeindruckt das dunkelrote und reich verzierte Rathaus die Besucher. Oberhalb der Stadt liegt das Münster aus dem 12. Jahrhundert. Eine Terrasse hinter der Kirche ermöglicht einen Blick über die Kunstmetropole. Unzählige historische Bauwerke erzählen aus der reichen Geschichte der Stadt.
Letztes Ziel der Reise ist die Kaiserstadt Speyer. Gleich neben dem Anlieger befindet sich weithin sichtbar der Dom zu Speyer mit den Kaisergräbern. Der war einst das größte Gebäude der bekannten Welt und ist mit seinen fünf Meter dicken Grundmauern eindrucksvolles Zeugnis der Geschichte der Stadt. Vor dem Dom steht ähnlich einem Brunnen der Domnapf. Nach einem alten Vertrag muss jeder neue Bischof diesen bei seiner Amtseinführung mit Wein füllen und die gesamte Bevölkerung einladen mit ihm zu feiern. Im Historischen Museum der Pfalz liegt eine 1.700 Jahre alte, verschlossene Weinflasche, die einst einem römischen Legionär mit auf den Weg gegeben wurde. Auch die jüdische Kultur ist reich. In der Nähe des Domes ist ein rituelles Bad, die Mikwe, erhalten geblieben. Verwinkelte Gassen, Kirchen und viel Grün prägen das Gesicht der Stadt. Bekannt ist auch das Technikmuseum Speyer. Naturliebhaber entdecken im Domgarten wild lebende Papageien, die dort heimisch geworden sind.
Anschließend geht die Reise zurück nach Köln. In Fließrichtung des Rheins ist MS Amadeus Brillant besonders schnell unterwegs und lädt die Reisenden erneut ein, das Flusspanorama an sich vorüberziehen zu lassen. Ganz entspannt sitzen die Gäste an Bord, in der Kabine, dem Restaurant oder an Deck und lassen eine der schönsten Wasserstraßen Europas Revue passieren. Lüftner Cruises bietet im Jahr 2012 verschiedene Reisen auf Rhein und Mosel an und gibt den Gästen damit die Gelegenheit auf komfortable Art und Weise bekannte Städte, eindrucksvolle Landschaften und interessante Menschen zu erleben. Natur, Kultur und Geschichte sind Teil eines erholsamen Urlaubs an Bord der Amadeus-Schiffe. (SMC)










