30. M&a. 2020

Reisen

Für die Einreise braucht man nicht nur einen mindestens sechs Monate nach Einreise noch gültigen Reisepass, sondern auch ein Visum. Wer nicht gerade mit einem Kreuzfahrtschiff für einen Kurzbesuch in den Oman kommt, muss das Visum vor der Reise online beantragen. Anders als früher ist eine Beantragung des Visums bei der Einreise unüblich und daher nicht zu empfehlen. Wie bei den meisten orientalischen Reiseländern kann man auch im Oman nicht nur in der Landeswährung, sondern auch mit Kreditkarten und zum Teil mit Devisen bezahlen. Dabei empfiehlt sich die Mitnahme von Dollarnoten in kleiner Stückelung, um auch kleine Beträge flexibel vor Ort bezahlen zu können.

Die Zahl der Touristen in Oman ist aktuell überschaubar. Auch mit Blick auf das Nachbarland Jemen, in dem weiterhin Bürgerkrieg herrscht, sollte man gut überlegen, welche Reiseform sich für einen Oman-Besuch eignet. Dazu ist die Beratung durch ein qualifiziertes Reisebüro zum Thema „oman reisen“ genauso zu empfehlen wie ein Blick auf die Internetseite des Auswärtigen Amts. Hat man das Organisatorische hinter sich, gibt es im Sultanat Oman eine Menge zu erleben. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört nicht nur das Wadi Shab, die Große Sultan-Qabus-Moschee oder das Nizwa Fort. Wer mag, kann in Oman Schildkröten beobachten, Fischern bei ihrem Handwerk zusehen oder die eindrucksvollen Wüstenkamele reiten. Abenteuerlustige können durch das Wadi Shab schwimmen und zu einer Höhle mit Wasserfall gelangen. Auch wenn die Sehenswürdigkeit rund 90 Minuten von der Hauptstadt entfernt liegt ist das erfrischende Vergnügen bei den Temperaturen im Land eine gute Wahl. Wer die Wüste kennenlernen möchte, kann sich die Sanddünen von Wahiba Sands anschauen. Hier gibt es mehrere Wüstencamps für Touristen, sodass man Sonnenuntergang und –aufgang in der freien Natur erleben kann.

Auch mit Blick auf das rechtliche und politische System sollte man sich gut überlegen, ob man das Land auf eigene Faust erkunden möchte. Gruppenreisen sorgen für einen auch für unerfahrene Touristen passenden Rahmen und bieten den Vorteil, mindestens einen landeskundigen Begleiter dabei zu haben, der sich nicht nur um das Organisatorische kümmert, sondern auch Rücksicht auf örtliche Sitten und Gepflogenheiten nimmt. So ist der Alkoholkonsum auch für Touristen illegal. Kulturgüter sind streng geschützt und dürfen nicht mitgenommen werden. Mit Blick auf die Sicherheit sollte man gerade in der Grenzregion zum Jemen vorsichtig sein. Als deutlich sicherer gilt die Hauptstadt Maskat mit ihrem labyrinthartigen Suk und dem Fischmarkt mit seinem besonderen orientalischen Charme.  

(SMC)