16. Dez. 2025

Reisen

Ein Aufenthalt in den Alpen muss sich nicht auf klassische Aktivitäten wie Wandern oder Wintersport beschränken. Die Tiroler Region Imst bietet ein breites Spektrum an Outdoor-Aktivitäten, die körperliche Herausforderung mit Naturerlebnis verbinden. Dazu zählen unter anderem Rafting auf Wildwasserstrecken oder Canyoning in wasserführenden Schluchten. In den Sommermonaten spielen Wasseraktivitäten eine besondere Rolle im regionalen Freizeitangebot.

Europas beliebteste Raftingstrecke?

Im Sommer führen die Gletscherabflüsse im Inntal zu erhöhtem Wasserstand im Flusslauf, wodurch der Inn zu einem interessanten Wildwasserrevier wird. Besonders Anfänger nutzen die Gegebenheiten für erste Erfahrungen im Rafting. An der Einstiegsstelle befinden sich mehrere Schlauchboote, die von verschiedenen Anbietern betrieben werden. Die Gruppen umfassen meist acht bis zehn Personen. Vor dem Einstieg werden die Teilnehmenden mit Helmen, Schwimmwesten, Neoprenanzügen und Paddeln ausgestattet. Nach einer kurzen Einweisung trägt die Gruppe das Boot gemeinsam ans Ufer. Anschließend folgt ein kontrollierter Einstieg ins Wasser. Während der Fahrt übernimmt ein erfahrener Guide die Kommandoführung. Die etwa 14 Kilometer lange Strecke wird dabei von den Teilnehmenden aktiv mitgepaddelt. Je nach Abschnitt werden Pausen zum Schwimmen eingelegt. Der Flusslauf erlaubt eine kontinuierliche Fahrt mit kleinen und größeren Stromschnellen, die Bewegung und Reaktion erfordern.

Der Canyon oberhalb der Rosengartenschlucht

Canyoning in der Region erfolgt unter Anleitung geschulter Führer und in kompletter Schutzausrüstung. Für Einsteiger eignet sich die Rosengartenschlucht. Der Zugang zur Schlucht beginnt mit einer Abseilstelle, an der sich Teilnehmende rund 18 Meter in die Tiefe begeben. Nach dem Abstieg beginnt die eigentliche Tour entlang des Bachlaufs. Dabei wird der natürliche Verlauf der Schlucht genutzt, um auf nassem und felsigem Untergrund weiter vorzudringen. Die eingesetzten Schuhe bieten Rutschfestigkeit, Gurte und Seile dienen an bestimmten Stellen zur zusätzlichen Sicherung. Je nach Wasserstand werden kleinere Sprünge oder Kletterstellen überwunden. Die Strecke eignet sich für Personen mit normaler Fitness.

Schwimmen und Staunen im „Area 47“

Die „Area 47“ ist ein multifunktionales Gelände mit Abenteuer-Aktivitäten und befindet sich in der Nähe von Imst. Auf einer Fläche von rund 20.000 Quadratmetern kombiniert die Anlage Badeinrichtungen mit Installation für Kletter-, Rutsch- und Sprungaktivitäten. Neben einem Hochseilgarten mit Zipline und einem Wakeboard-Park zählen eine Indoor-Bikehalle sowie eine Plattform für Klippenspringen zu den Bestandteilen des Konzepts. Die Sprunghöhen variieren zwischen fünf und 26 Metern. Zuschauer können das Geschehen von Liegewiesen aus verfolgen.

Eine Region mit vielfältiger Gastronomie

Das gastronomische Angebot in der Region ist breit gefächert. Es umfasst sowohl traditionelle alpine Küche auf Berghütten als auch experimentellere Ansätze in Talrestaurants. Die Untermarkter Alm veranstaltet regelmäßig Grillabende mit Buffet. Dort werden warme Speisen frisch zubereitet und unter freiem Himmel serviert. In Arzl bietet das Restaurant „Herz As“ ein Konzept, das klassische Speisen mit ungewöhnlichen Präsentationstechniken kombiniert – etwa der Einsatz von Trockeneis oder ergänzende Zutaten in Pipetten. Auch in der „Area 47“ gibt es ein gastronomisches Angebot. So kann man den Abenteuerurlaub jeden Abend auf eine neue Weise ausklingen lassen.

(SMC)