18. Apr. 2024

Reisen

Die Kreuzfahrtgäste aus aller Welt haben genug Zeit, die Besonderheiten der verschiedenen Inseln zu entdecken und ihre ganz individuellen Südseeabenteuer zu erleben. Vor einer Traumkulisse aus weißen Stränden, mit Palmen bewachsenen Inseln und aus dem Meer ragenden Vulkankegeln kann man sich entspannen oder einen aktiven Urlaub in Französisch Polynesien verbringen.

Der Urlaub beginnt in der Nacht

Wer – zum Beispiel mit Air Tahiti Nui - von Paris aus nach Tahiti fliegt, ist mit einem kurzen Zwischenstopp in Los Angeles rund 22 Stunden unterwegs. Die modernen Dreamliner erreichen die Hauptinsel von Polynesien mitten in der Nacht, sodass man vor der Kreuzfahrt mindestens eine Übernachtung in der Stadt braucht. Zentral liegt dort zum Beispiel das Hotel Tahiti Nui, von dem man zu Fuß zum Hafen gehen kann. Doch viel interessanter ist eine Inselrundfahrt gleich nach dem Frühstück. Mihi Mana von Tuirai Tours holt seine Gäste am Hotel ab und fährt beim Halbtagesausflug nicht nur zu den Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt, sondern auch zu Wasserfällen, historischen Gebäuden und sehenswerten Stränden im Osten der Insel. Zum Ende der Tour bringt er die Gäste zum Hafen, wo die „Wind Spirit“ liegt und ihre bis zu 148 Passagiere erwartet.

Mit Walen schwimmen

In den Sommermonaten kommen Buckelwale aus der Antarktis nach Polynesien, um im warmen Wasser der Südsee ihre Jungen aufzuziehen. Für viele Gäste ist das die Gelegenheit, den Walen beim Whale Watching ganz nah zu sein. Gäste der „Wind Sprit“ können mit Dr. Michael Poole beim Besuch auf Moorea einen Ausflug machen. Der Wissenschaftler kennt sich bestens mit Walen aus und informiert bei der Bootstour über das Leben und die Geheimnisse der Wale. Mit den Walen ins Wasser geht es bei einem ähnlichen Ausflug mit dem Moorea Activities Center. Gute Schwimmer können sich den sanften Meeresriesen nähern und sich unter Wasser nicht nur von weiblichen Walen mit ihren Kälbern, sondern auch von klangvoll singenden Männchen verzaubern lassen.

Heilige Aale auf Raiatea

Für viele Polynesier sind Aale heilige Tiere. Sie leben in Bächen und Flüssen wie dem Fa´aroa auf der Insel Raiatea. Von der Mündung des Flusses aus kann man mit dem Kayak flussaufwärts paddeln und sich die Tier- und Pflanzenwelt an den Ufern anschauen. Eine Alternative ist ein Besuch beim Heiligtum von Taputapuatea an der Südküste. Dort trafen sich einst die Herrscher der Inseln zu spirituellen Zeremonien. Nicht weit entfernt – innerhalb desselben Riffs – liegt die Insel Taha`a. Für die meisten Gäste der „Wind Spirit“ steht ein Strandtag auf dem Motu Mahaea an. Dort kann man unter Palmen Massagen buchen. Eine schwimmende Bar versorgt die Gäste mit eisgekühlten Getränken. Kayaks und SUP-Boards liegen am Strand bereit. Wer sich Taha`a anschauen möchte, macht einen Ausflug und besucht unter anderem eine Vanilleplantage und eine Perlenfarm.

Kreative Küche aus aller Welt

Anspruchsvolle Gäste aus aller Welt erwarten nicht nur perfekten Service, sondern auch kulinarische Höhepunkte. Für die ist an Bord der „Wind Spirit“ Küchenchef Darin Epp verantwortlich. Er hat nicht nur das Buch „Wild Popcorn“ geschrieben, sondern auch viele kreative Ideen, wie man polynesische Zutaten und Spezialitäten in die Menükarte integriert. Neben dem Hauptrestaurant „Amphora“ gibt es auch das Spezialitätenrestaurant „Candles“ auf dem offenen Deck.

Von wegen Boring Boring

Einst kam die Trauminsel Bora Bora den dort stationierten amerikanischen Soldaten etwas langweilig vor. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Heute ist die vielfältige Insel das Südsee-Traumziel schlechthin. Die „Wind Spirit“ liegt zwei Tage in der Lagune, sodass man einiges erleben kann. Bei Tripadvisor gibt es einen Ganztagesausflug für aktive Urlauber. Der Tag beginnt mit einem Bootsausflug in die Lagune. Dort kann man im schultertiefen Wasser mit Haien und Rochen schnorcheln. Später geht es zu tief in der Lagune schwimmenden Adlerrochen und in einen Korallengarten voller farbenfroher Fische. Nach einem Mittagessen im Kultrestaurant „Bloody Mary“, in dem schon Marlon Brando und Jane Fonda zu Gast waren, folgt eine Jetski-Tour rund um die Insel. Mit bis zu 50 km/h rasen wir auf den kraftvollen Maschinen durch die Wellen.

Musik und Kultur

Ein Segelschiff hat keinen Platz für imposante Shows und Konzerte. Doch gerade das macht den Reiz aus, denn wenn eine lokale Geschichtenerzählerin historische Sagen vorträgt und bei einer Modenschau Pareos gezeigt und Blumenketten gebunden werden, dann ist man hautnah dabei. Auch auf den verschiedenen Inseln steht die lokale Musik im Mittelpunkt – fast überall erwartet eine kleine Band die Gäste der „Wind Spirit“. Echte Seefahrerromanik kommt auf, wenn Kapitänin Belinda Bennett zum Sonnenuntergang die beleuchteten Segel aufziehen lässt.

Huahine – im Einklang mit der Natur

Bei einer Bootstour entlang der Küste von Huahine mit dem lokalen Anbieter Matairea Lagoon Tour erkundet man eine Insel, deren Küste dicht mit Palmen bewachsen ist. Während des Ausflugs bleibt immer wieder Zeit, um an den schönsten Orten rund um die Insel zu schnorcheln. Eine interessante Variante ist der natürliche Strömungskanal, in dem man ganz ohne Kraftaufwand vorankommt. Unter uns ziehen Fische ihre Bahnen. Bunte Korallen in allen Größen ziehen vorbei. Später erleben wir, dass man traditionelle polynesische Gerichte auch vegetarisch interpretieren kann. Das Fischgericht Poison Cru schmeckt auch mit Auberginen hervorragend. Statt Hähnchen gibt es zum Gemüse Tofu. Selbst anspruchsvolle Genießer kommen dabei voll auf ihre Kosten.

Zum Abschied Paris

Auch der Rückweg nach Deutschland führt über Los Angeles und Paris. Die Zeit in der französischen Hauptstadt kann man nutzen, um die Stadt der Liebe zu entdecken. Genießer können bei einem Feinschmecker-Morgenspaziergang auf dem Aligre-Markt kleine Köstlichkeiten probieren. Geschichtsinteressierte tauchen bei einem historischen Rundgang mit Thierry Collegia in die Zeit der französischen Revolution ein. Der vietnamesische Student Thái bietet Gästen ein Fotoshooting rund um den Eiffelturm an. Und am Abend kann man bei Bateaux Parisiens an Bord gehen und sich zum Dinner auf der Seine durch die nächtliche Stadt fahren lassen. Nach einer Nacht in einem zentralen Hotel wie dem Novotel Paris Belleville geht es dann wieder zurück nach Deutschland – mit dem Flugzeug oder ganz entspannt mit dem Thalys, der unter anderem in Aachen, Köln, Düsseldorf, Essen und Dortmund hält.

(SMC)