Mit dem erreicht man zum Beispiel das Hotel "Moli l´Abad" am Rande des Naturschutzgebiets "Els Ports". Mitten in einem alten Pinienhain übernachtet man gleich neben dem Berghotel in einer von vierzehn Holzhütten. Im milden Klima des Waldes kann man die Natur genießen. Während man auf dem Balkon der mit Badezimmer, Heizung, Fernseher und Kühlschrank einfach ausgestatteten Hütten sitzt, lässt man den Blick schweifen und entdeckt dabei durchaus auch mächtige Gänsegeier, die durch die heiße Luft über die hohen Felsen gleiten. Nicht verpassen sollte man auch einen Besuch im Hotel selbst. Das Restaurant setzt auf Spezialitäten aus der Region und bietet neben Schinken und Käse auch Forellen aus eigener Zucht. Probieren kann man auch den traditionellen Absacker Cremat. Wirt Liberto erhitzt Kaffee, Rum und Zucker mit einem Rosmarinzweig. Anschließend zündet er die Tonschale mit dem Gemisch an und zelebriert so die Zubereitung seines Gebräus. Das rustikale aber stilvolle Hotel, dessen Name „Mühle des Abts“ auf die bewegte Vergangenheit des Gebäudes am Flüsschen Senia hinweist, ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen oder Radtouren durch die Berglandschaft.
Wandern kann man beispielsweise durch den früheren Besitz des Klosters Benifassà, der sich einst bis in die Nachbarprovinzen erstreckte. Mit dem Auto vorbei am Stausee Ulldecona und dem ehemaligen Zisterzienserkloster fahren wir zum kleinen Ort Fredes, der in fast 1100 Meter Höhe liegt und Ausgangspunkt für den europäischen Wanderweg GR7 ist. Von oben kann man nicht nur das im Jahr 1276 fertig gestellte Kloster sehen sondern auch die Natur genießen. Wer genau hinschaut, entdeckt am Wegesrand Orchideen, Thymian und andere Gewächse. Auch die Tierwelt in Castellón ist reich. Wilde Ziegen, die die Wege der Wanderer kreuzen, leben genauso in der bergigen Landschaft wie kleine Schlangen und unzählige Vogelarten. Der Wanderweg ist gut erkennbar und orientiert sich an alten Handels- und Transportwegen. Die Route führt dabei über Stock und Stein, sodass es sich immer wieder lohnt inne zu halten und die Landschaft und die Ruhe zu genießen bevor man wieder auf den Weg vor sich schaut. Der Pfad zieht sich durch Wälder und an Feldern vorbei, sodass die Steigung mühelos zu bewältigen ist solange die Blätter Schatten spenden.
Wer nicht gerne wandert kann mit Allrad-Fahrzeugen eine Exkursion machen und die Region kennen lernen. Besonders viel Freude macht das, wenn man neben dem Fahrzeug auch einen fachkundigen Guide mitnimmt, der den Jeep fährt und Hinweise gibt was es entlang der Straße zu sehen und zu entdecken gibt. Dazu gehören nicht nur Höhlen und Aussichtsplätze sondern auch viele verlassene Gehöfte. Aufgrund des kargen Bodens ist dieser für die Landwirtschaft nur beschränkt geeignet, sodass viele ehemalige Bauern in die Touristenregionen an der Küste ausgewichen sind. Im Landesinneren zeugen Städte wie die von einer eineinhalb Kilometer langen Wehrmauer umgebene Stadt Moralla davon, dass das im Mittelalter anders war. In der Nähe liegt auf dem Gelände der stillgelegten Fabrik „Fabrica Giner“ auf einem bewaldeten Hügel der wunderschöne Klettergarten Saltapins. Während am Fuße des Hügels aus der im Jahr 1870 entstandenen Fabrik ein Denkmal der Industriekultur und zugleich ein Kultur- und Freizeitzentrum mit Museum, Jugendherberge und Mountainbike-Station geworden ist, kann man oben in den Bäumen seinen Mut beweisen. Rundgänge in verschiedenen Höhen und Schwierigkeitsstufen mit Blick auf das Panorama begeistern sowohl Einsteiger als auch Kletterexperten. Wer den Parcours aus Seilbahnen, Brücken, Netzen und anderen Hindernissen bewältigt hat und noch Kraft hat, kann sich anschließend in der Mountainbike-Station ein Fahrrad leihen und eine Tour zwischen den verschiedenen neu eingerichteten Stationen in der Region beginnen. Karten mit Höhenprofilen helfen schon im Vorfeld die Schwierigkeit der Routen im bergigen Gelände richtig einzuschätzen.
Wer mag macht einen Abstecher zur Küste und schaut sich zum Beispiel den Strand zwischen Benicarló und Peñiscola an. Der lädt mit seinen Sonnenschirmen und dem blau glitzernden Wasser ein zum Sonnenbaden und Spazieren. Eine lange Promenade mit Hotels, Restaurants und Bars zeigt, dass hier der Massentourismus Einzug gehalten hat. Malerisch ist jedoch der Blick auf die alte Festung Peñiscola, die am Ende der Bucht hoch über dem Meer liegt. Die Festung wurde von den Tempelrittern auf den Grundfesten einer maurischen Festung erbaut und erinnert daran wie schön die Küste gewesen sein muss, bevor der Ansturm von tausenden Touristen auf die Küste begann.
Zurück in den Bergen zeigt sich in Montanejos wie man Tourismus, Natur und Atmosphäre verbinden kann. Nach einer Fahrt durch eine Landschaft mit tiefen Tälern und Felsschluchten kommt man an im Tal des Flusses Mijares. Der ist für kurze Wildwassertouren geeignet und bietet mit seinen Steilwänden einen Anziehungspunkt für Felskletterer aus aller Welt und natürlich auch für Fotografen. Auf einem türkis schimmernden Stausee in der Nähe kann man hervorragend Kajak fahren; Aussichtspunkte in den Bergen zeigen das ganze Panorama. Auch wenn Montanejos für Abenteuerurlauber schon einiges bietet, gehen die Planungen weiter. Adventure-Veranstalter Vicente plant bereits eine Mountainbike-Strecke vom Aussichtspunkt bis unten ins Flusstal. Mit Abseiling, Canyoning, Trekking, Mountainbiking, Wandern und anderen Aktivitäten in der Natur wäre sein Angebot damit komplett. Wichtig ist dem umtriebigen Unternehmer nicht nur seine Garantie, dass es bei schlechtem Wetter das Geld zurück gibt, sondern auch, dass er auf gute Ausrüstung, erfahrene Guides und eine Versicherung für alle Teilnehmer setzt. Wem das alles zuviel ist, für den gibt es das Thermalbad (Balneario) von Montanejos. Die Behandlungen mit Heilwasser sind vor allem bei Rentnern beliebt. Auf zehn Minuten im Dampfbad folgt ein Bad im mineralhaltigen Heilwasser.
Mit dem Dreiklang von sanften Hügel, schroffen Felsen und weißem Strand ist Castellon eine Landschaft voller Kontraste. Unberührte Natur und die Spuren aus Jahrhunderten menschlicher Zivilisation machen die Region im Norden von Spanien zu einem attraktiven Reiseziel. Gerade abseits der langen Strände gibt es viel zu entdecken und zugleich die Möglichkeit, in der herrlichen Landschaft die Natur zu genießen. Hobby-Sportler finden genau wie Genießer und Geschichtsbegeisterte viele spannende Impressionen. Erreichen kann man die Region mit dem Flugzeug direkt oder mit Umsteigeverbindungen über Madrid. Wer über Valencia anreist sollte einen Bummel durch die quirlige Altstadt mit ihren zahllosen Shops und Restaurants nicht versäumen. Auskünfte zu Unterkünften, Restaurants und Sehenswürdigkeiten gibt das regionale Verkehrsamt. (SMC)







