22. Jan. 2026

Reisen

Für Oktober 2025 wird eine betriebliche Pünktlichkeit von 51,5 % und eine Reisendenpünktlichkeit von 57,4 % angegeben. Was diese Werte konkret bedeuten, erklärt dieser Artikel.

„Die dargestellten Prozentwerte geben den Anteil pünktlicher Halte an allen Unterwegs- und Endhalten an. Wie bei vielen anderen europäischen Bahnen wird ein Halt als pünktlich gewertet, wenn Züge ihre planmäßige Ankunftszeit um weniger als 6 Minuten überschritten haben“, erklärt die Deutsche Bahn AG die betriebliche Pünktlichkeit. Doch diese ist nur ein Teil der ganzen Wahrheit zum Zustand des Schienenverkehrs. „Komplettausfälle oder Teilausfälle werden grundsätzlich – wie übrigens bei anderen europäischen Bahnen (ÖBB u.a.) auch – nicht in die Statistik für die betriebliche Pünktlichkeit eingerechnet“, erläutert ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums. So sind die Werte zwar international vergleichbar, doch schadet das Ausklammern von Ausfällen, der wohl schlimmsten Form der Verspätung, der Transparenz.

Enthalten sind die Ausfälle hingegen bei der Reisendenpünktlichkeit. Dabei geht es laut Deutsche Bahn AG um „die pünktliche Ankunft von Fahrgästen am gebuchten Zielbahnhof, unter Berücksichtigung funktionierender oder verpasster Anschlüsse, Ausfällen und Ersatzzüge, Fahrplanänderungen und alternativen Verbindungen“. Im Vergleich mit Bus und Flugzeug gilt bei dieser Messung jede Verspätung unter 15 Minuten als pünktlich.

Dass beide Werte in seit September 2024 um jeweils mehr als zehn Prozentpunkte gefallen sind, ist keine gute Nachricht für die Bahnkunden, die auf zuverlässige Verkehrsmittel angewiesen sind, um zu ihrem Ziel zu gelangen. Man darf gespannt sein, ob es der Bahn durch die aktuellen Arbeiten an vielen Strecken gelingt, in Zukunft wieder pünktlicher zu sein.

(SMC)