Pilger aus Deutschland kommen auf dem mit gelben Pfeilen und der Jakobsmuschel gekennzeichneten Französischen Weg über die Rua de San Pedro an der Porta do Camino in die Altstadt und betreten den Dom historisch richtig durch das Nordportal an der Praza da Immaculada. Nur in einem Heiligen Jahr ist der Eintritt für alle die Heilige Pforte auf der Praza Quintana. Der erste Weg führt seit jeher die meisten Besucher ob Pilger oder nicht zur Kathedrale, die ab 1075 auf den Überresten früherer Kirchen im Laufe der Jahrhunderte erbaut wurde. Die Erweiterungen haben zu verschiedenen Architekturstilen geführt. Außer der Romanik, Gotik, Barock und dem Platereske-Stil ist Klassizismus erkennbar. Die von der Praza Obradoiro anzuschauende Fassade gilt als der Höhepunkt des Barock in Santiago. Im Inneren der Kirche sind die Krypta mit dem silbernen Schrein des Apostels und der romanische Portico da Gloria, der 1188 von Meister Mateo errichtet wurde, besonders erwähnenswert. Die verschiedenen Pfeiler zeigen kunstvoll gestaltet Propheten und Apostel sowie eine sitzende Statue des Apostels Jakobus. In diesem Bereich begannen die Pilger früher ihre Rituale. Es ist auch sehr beeindruckend die Kathedrale von außen zu umgehen, um die verschiedenen Fassaden, reich verzierten Portale, Türme und ihre Gestaltung zu bewundern und um einen Eindruck von der Größe der Anlage zu bekommen. Einen besonders schönen Blick auf die Kathedrale und die Stadt hat man vom nahegelegenen Park Alameda. Die Altstadt mit über 40 Klosterkirchen und Kapellen und die Kathedrale wurden 1985 durch die UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Von den vielen historischen Gebäuden in der Innenstadt ist das Kolleg Fonseca, ein Renaissancebau von 1532 mit einem schönen Arkadenkreuzgang, in dem schon im Februar die Azaleen blühten, besonderer Aufmerksamkeit wert.
Im sehr lebendigen historischen Stadtkern gibt es ein gutes kulinarisches Angebot. In den Restaurants werden Fische und Meeresfrüchte in außergewöhnlicher Vielfalt, sowie Fleischgerichte, Gemüse, Suppen, Kartoffeln, Empanadas (Pasteten) und verschiedene Brotsorten serviert. Dazu sollte man ein Glas erfrischenden galicischen Weißwein bestellen. Kuchen oder Käse als Dessert, ein Café solo oder con leche, dazu ein Kaffeelikör vervollständigen die Menüs. Kulinarisch ist man in Galicien dem Paradies oft sehr nah. Wer sich weiter in der Stadt umschaut, entdeckt in der Nähe des Augustinerkonvents den Mercado de Abastos. Der Markt findet an jedem Werktag statt, samstags ist er besonders reichhaltig. Frischer Fisch, Meeresfrüchte, Fleisch, Chorizo und andere Würste, Käse in vielen Variationen, Gemüse- und Obstsorten, Brot und Gebäck werden in den gut besuchten Markthallen angeboten. Am Rand der Markthallen verkaufen Frauen Mimosen, Steckrüben und Kartoffeln aus ihren Gärten.
Es gibt zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten in Hotels und Pensionen in Santiago. Eine komfortable Unterkunft am Rande der Altstadt ist das zu den Pousadas de Compostela gehörende Hotel Virxe da Cerca, das stilvoll eingerichtet ist und über einen eigenen ruhigen Garten verfügt. Reisen heißt Entdecken und so führt die Reise weiter in die Provinz Ourense. Der Hauptort der Weinbauregion O Ribeiro ist Ribadavia. Unweit der Burgruine befindet sich in der Altstadt der von historischen Gebäuden umstandene Marktplatz. Steile Gassen, alte Gebäude, oft verziert mit den Wappen der Adelsfamilien prägen das Bild der Stadt, die an der Mündung des Flusses Avia in den Mino liegt. Für kurze Zeit von 1065 bis 1071 war Ribadavia sogar die Hauptstadt des Königreichs Galicien. Im Stadtviertel Porta Nova lebte bis zur Vertreibung durch die Katholischen Könige im Jahr 1492 eine große jüdische Gemeinde. Viele Juden waren im Weinhandel tätig, der schon damals eine hohe wirtschaftliche Bedeutung hatte. Heute gibt es nur noch die Gebäude, die an das ehemals jüdische Viertel erinnern. In diesem Stadtviertel lohnt der Besuch der Bäckerei Herminia. Die alte Dame backt und verkauft täglich Gebäck, das nach hebräischen Rezepten hergestellt wird. Der Backofen, der im Verkaufsraum steht, sieht museumsreif aus, funktioniert aber noch sehr gut. Die über zehn Gebäcksorten werden mit Mandeln, Nüssen, Mohn und Gewürzen zubereitet und schmecken hervorragend.
In Castrelo de Mino, oberhalb des vom Fluß Mino gebildeten Stausees befindet sich das Weingut von Eduardo Pena. Der sandige, schiefer- und granithaltige Boden, das milde Atlantikklima im Winter, die hohen Temperaturen im Sommer sowie wenig Niederschlag sind neben der sorgfältigen Herstellung gute Voraussetzungen, um Weine von ausgezeichneter Qualität herzustellen. Die Rebsorten auf diesem Gut sind Treixadura, Albarino, Godello, Lado und Loureira. Der Eigentümer, der an der O Ribeiro Weinroute gelegenen Bodega, verzichtet auf Zulieferer und verarbeitet nur eigene Trauben. Mit einem besonders aufwendigen Bearbeitungsverfahren wird aromatischer Wein mit harmonisch fruchtigen Noten hergestellt. Der Wein aus der Produktion 2010 ist bereits ausverkauft, das spricht dafür wie gefragt die Weine der Bodega nicht nur in Galicien sondern auch weltweit sind. Die Weißweine werden unter den Markennamen Eduardo Pena und Maria Andrea verkauft. Der Weißweinanteil dominiert im Weingut Pena in dem z. Zt. Jährlich 25.000 Flaschen abgefüllt werden. Die moderne Bodega ist teilweise in den Weinberg eingebaut und kann nach Voranmeldung besichtigt werden. Dabei werden dann auch Kostproben vom neuen Wein gereicht.
In Galicien gibt es außer der O Ribeiro Weinroute noch vier weitere Weinrouten: die Monterrei Weinroute, die Rias Baixas Weinroute, die Ribeira Sacra Weinroute und die Valdeorras Weinroute. Die Monterrei Weinroute führt ebenfalls durch die Provinz Ourense. Entlang dieser landschaftlich besonders reizvollen Route gibt es viele Weingüter, die einen Besuch lohnen. Wir haben das in den späten 80er Jahren entstandene Weingut Gargalo des Modedesigners Roberto Verino besucht. Er legte Wert darauf ein Weingut in klimatisch idealer Lage, die schon die Römer schätzten, zu gründen. Auch hier ist der Boden mineralstoffreich aus roter, sandhaltiger Erde und Schieferstein, die das Wasser filtern. Es erfolgt ein kontrollierter Zukauf von Trauben aus der nahen Umgebung. Die Jahresproduktion, die zu 70% aus Weißwein besteht, beträgt 250.000 Flaschen. Es wird auch Rotwein verkauft sowie Grappa und Likör. Grappa und Likör werden in von Verino designten, bügeleisenförmigen Keramikgefäßen verkauft, die sehr formschön sind. Etwa 30% der Weinproduktion geht in den Export, überwiegend in die USA, nach England, in die Schweiz und nach Deutschland. Herstellung und Abfüllung des fruchtigen eleganten Weins erfolgt unter kontrollierten modernen Bedingungen. Auch in der Gargalo Bodega, die ganzjährig geöffnet ist, empfiehlt sich eine Anmeldung zur Besichtigung und Weinprobe.
Das Wahrzeichen von Monterrei ist eine gut erhaltene Burg, eine mittelalterliche Festung. Sie ist weithin sichtbar und lag strategisch gut, um die Grenze nach Portugal zu sichern. Der hohe Wehrturm aus dem 12. Jahrhundert kann heute noch bestiegen werden. Gut erkennbar sind die Markierungen der verschiedenen Steinmetze, die an dem Wehrturm aus Granit mitgebaut haben. Ein Palast, in dem im Lauf der Jahrhunderte verschiedene Adelsgeschlechter gewohnt haben und eine kleine Kirche, die bis heute als Pfarrkirche genutzt wird, befinden sich auf dem Burggelände. Es hat früher reiches kulturelles Leben auf der Burg gegeben. So wurde in einem Kloster auf dem Burgberg im Jahr 1492 ein Messbuch gedruckt, von dem ein Exemplar in der Kathedrale von Ourense aufbewahrt wird. Vom Burggelände hat man einen weiten Blick in das Weinbaugebiet und auf die Gebirgszüge der Umgebung. In Sichtweite der Burg liegt auf einem Hügel der Parador De Verin mit einem guten Restaurant und komfortablen Hotel.
Wer die Weinrouten bereisen möchte, sollte dies am besten mit einem Leihwagen tun, den man am internationalen Flughafen von Vigo oder Santiago de Compostela übernimmt. Die Hauptorte in Galicien sind durch Autobahnen und Schnellstraßen verbunden. Wer die Landschaft genießen und viel sehen möchte, der benutzt lieber die gut ausgebauten Landstraßen. Informationen zu den Städten in Galicien, den Weinrouten, den Unterkünften, ganz besonders auch zum Wohnen bei privaten Vermietern auf dem Land, den Casa Rural, erteilt gern, auch in deutscher Sprache, das galicische Fremdenverkehrsamt „Turgalicia“. (SMC)
Im sehr lebendigen historischen Stadtkern gibt es ein gutes kulinarisches Angebot. In den Restaurants werden Fische und Meeresfrüchte in außergewöhnlicher Vielfalt, sowie Fleischgerichte, Gemüse, Suppen, Kartoffeln, Empanadas (Pasteten) und verschiedene Brotsorten serviert. Dazu sollte man ein Glas erfrischenden galicischen Weißwein bestellen. Kuchen oder Käse als Dessert, ein Café solo oder con leche, dazu ein Kaffeelikör vervollständigen die Menüs. Kulinarisch ist man in Galicien dem Paradies oft sehr nah. Wer sich weiter in der Stadt umschaut, entdeckt in der Nähe des Augustinerkonvents den Mercado de Abastos. Der Markt findet an jedem Werktag statt, samstags ist er besonders reichhaltig. Frischer Fisch, Meeresfrüchte, Fleisch, Chorizo und andere Würste, Käse in vielen Variationen, Gemüse- und Obstsorten, Brot und Gebäck werden in den gut besuchten Markthallen angeboten. Am Rand der Markthallen verkaufen Frauen Mimosen, Steckrüben und Kartoffeln aus ihren Gärten.
Es gibt zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten in Hotels und Pensionen in Santiago. Eine komfortable Unterkunft am Rande der Altstadt ist das zu den Pousadas de Compostela gehörende Hotel Virxe da Cerca, das stilvoll eingerichtet ist und über einen eigenen ruhigen Garten verfügt. Reisen heißt Entdecken und so führt die Reise weiter in die Provinz Ourense. Der Hauptort der Weinbauregion O Ribeiro ist Ribadavia. Unweit der Burgruine befindet sich in der Altstadt der von historischen Gebäuden umstandene Marktplatz. Steile Gassen, alte Gebäude, oft verziert mit den Wappen der Adelsfamilien prägen das Bild der Stadt, die an der Mündung des Flusses Avia in den Mino liegt. Für kurze Zeit von 1065 bis 1071 war Ribadavia sogar die Hauptstadt des Königreichs Galicien. Im Stadtviertel Porta Nova lebte bis zur Vertreibung durch die Katholischen Könige im Jahr 1492 eine große jüdische Gemeinde. Viele Juden waren im Weinhandel tätig, der schon damals eine hohe wirtschaftliche Bedeutung hatte. Heute gibt es nur noch die Gebäude, die an das ehemals jüdische Viertel erinnern. In diesem Stadtviertel lohnt der Besuch der Bäckerei Herminia. Die alte Dame backt und verkauft täglich Gebäck, das nach hebräischen Rezepten hergestellt wird. Der Backofen, der im Verkaufsraum steht, sieht museumsreif aus, funktioniert aber noch sehr gut. Die über zehn Gebäcksorten werden mit Mandeln, Nüssen, Mohn und Gewürzen zubereitet und schmecken hervorragend.
In Castrelo de Mino, oberhalb des vom Fluß Mino gebildeten Stausees befindet sich das Weingut von Eduardo Pena. Der sandige, schiefer- und granithaltige Boden, das milde Atlantikklima im Winter, die hohen Temperaturen im Sommer sowie wenig Niederschlag sind neben der sorgfältigen Herstellung gute Voraussetzungen, um Weine von ausgezeichneter Qualität herzustellen. Die Rebsorten auf diesem Gut sind Treixadura, Albarino, Godello, Lado und Loureira. Der Eigentümer, der an der O Ribeiro Weinroute gelegenen Bodega, verzichtet auf Zulieferer und verarbeitet nur eigene Trauben. Mit einem besonders aufwendigen Bearbeitungsverfahren wird aromatischer Wein mit harmonisch fruchtigen Noten hergestellt. Der Wein aus der Produktion 2010 ist bereits ausverkauft, das spricht dafür wie gefragt die Weine der Bodega nicht nur in Galicien sondern auch weltweit sind. Die Weißweine werden unter den Markennamen Eduardo Pena und Maria Andrea verkauft. Der Weißweinanteil dominiert im Weingut Pena in dem z. Zt. Jährlich 25.000 Flaschen abgefüllt werden. Die moderne Bodega ist teilweise in den Weinberg eingebaut und kann nach Voranmeldung besichtigt werden. Dabei werden dann auch Kostproben vom neuen Wein gereicht.
In Galicien gibt es außer der O Ribeiro Weinroute noch vier weitere Weinrouten: die Monterrei Weinroute, die Rias Baixas Weinroute, die Ribeira Sacra Weinroute und die Valdeorras Weinroute. Die Monterrei Weinroute führt ebenfalls durch die Provinz Ourense. Entlang dieser landschaftlich besonders reizvollen Route gibt es viele Weingüter, die einen Besuch lohnen. Wir haben das in den späten 80er Jahren entstandene Weingut Gargalo des Modedesigners Roberto Verino besucht. Er legte Wert darauf ein Weingut in klimatisch idealer Lage, die schon die Römer schätzten, zu gründen. Auch hier ist der Boden mineralstoffreich aus roter, sandhaltiger Erde und Schieferstein, die das Wasser filtern. Es erfolgt ein kontrollierter Zukauf von Trauben aus der nahen Umgebung. Die Jahresproduktion, die zu 70% aus Weißwein besteht, beträgt 250.000 Flaschen. Es wird auch Rotwein verkauft sowie Grappa und Likör. Grappa und Likör werden in von Verino designten, bügeleisenförmigen Keramikgefäßen verkauft, die sehr formschön sind. Etwa 30% der Weinproduktion geht in den Export, überwiegend in die USA, nach England, in die Schweiz und nach Deutschland. Herstellung und Abfüllung des fruchtigen eleganten Weins erfolgt unter kontrollierten modernen Bedingungen. Auch in der Gargalo Bodega, die ganzjährig geöffnet ist, empfiehlt sich eine Anmeldung zur Besichtigung und Weinprobe.
Das Wahrzeichen von Monterrei ist eine gut erhaltene Burg, eine mittelalterliche Festung. Sie ist weithin sichtbar und lag strategisch gut, um die Grenze nach Portugal zu sichern. Der hohe Wehrturm aus dem 12. Jahrhundert kann heute noch bestiegen werden. Gut erkennbar sind die Markierungen der verschiedenen Steinmetze, die an dem Wehrturm aus Granit mitgebaut haben. Ein Palast, in dem im Lauf der Jahrhunderte verschiedene Adelsgeschlechter gewohnt haben und eine kleine Kirche, die bis heute als Pfarrkirche genutzt wird, befinden sich auf dem Burggelände. Es hat früher reiches kulturelles Leben auf der Burg gegeben. So wurde in einem Kloster auf dem Burgberg im Jahr 1492 ein Messbuch gedruckt, von dem ein Exemplar in der Kathedrale von Ourense aufbewahrt wird. Vom Burggelände hat man einen weiten Blick in das Weinbaugebiet und auf die Gebirgszüge der Umgebung. In Sichtweite der Burg liegt auf einem Hügel der Parador De Verin mit einem guten Restaurant und komfortablen Hotel.
Wer die Weinrouten bereisen möchte, sollte dies am besten mit einem Leihwagen tun, den man am internationalen Flughafen von Vigo oder Santiago de Compostela übernimmt. Die Hauptorte in Galicien sind durch Autobahnen und Schnellstraßen verbunden. Wer die Landschaft genießen und viel sehen möchte, der benutzt lieber die gut ausgebauten Landstraßen. Informationen zu den Städten in Galicien, den Weinrouten, den Unterkünften, ganz besonders auch zum Wohnen bei privaten Vermietern auf dem Land, den Casa Rural, erteilt gern, auch in deutscher Sprache, das galicische Fremdenverkehrsamt „Turgalicia“. (SMC)











