400 Einwohner - 5.000 Gästebetten
Gurgl hat sich ganz auf den Wintertourismus eingestellt. Mit 112 Pistenkilometern und 25 Liften hat man einiges zu bieten. Das Versprechen, Skifahren auf 1.800 bis 3.030 Höhenmetern zu erleben, lockt internationale Gäste in den Ort ganz am Ende des Tiroler Ötztals. Die Wege von den 25 Hotels der 4- und 5-Sterne-Kategorie auf die Pisten sind kurz, sodass mehr Zeit für das Skierlebnis bleibt. Das „TOP Hotel Hochgurgl“ zum Beispiel liegt fußläufig zu mehreren Liften, sodass man aus dem Skikeller durch den Schnee zum Lift laufen kann und sich über zeitaufwändige Transfers keine Gedanken machen muss. Direkt am Hotel liegen die Hochgurglbahn und oberhalb in Verlängerung die Wurmkogel II-Bahn, mit der man zum höchsten Punkt im Skigebiet gelangt. Dort hat man einen weiten Blick in die Berglandschaft und kann sich im „Top Mountain Star“, einer 360°-Panoramabar, aufwärmen. Schon vom Hotelfenster aus genießt man den Ausblick auf 3.000er und auf die Skipiste. General Manager Marc Thümmel betreibt das Hotel in den Wintermonaten mit einem internationalen Team. Englischkenntnisse sind für die Gäste daher wichtig, um die aktive Erholung in den Alpen, zu denen auch ein Bad im Infinity Pool mit direktem Blick auf die Skipiste und das Bergpanorama gehören, zu genießen.
Ein Auftakt für den Weltcup
Schneesichere und anspruchsvolle Pisten sind für die FIS wichtig. Seit 2023 findet der AUDI FIS Skiweltcup deshalb in Gurgl statt. Oberhalb des „Top Mountain Crosspoints“ am Fuß der im Winter nicht befahrbaren Timmelsjoch-Hochalpenstraße liegt der Weltcuphang. Vom Zielbereich ist auch der mittlere Bereich der Strecke einsehbar, sodass das Publikum sich nicht nur den Zieleinlauf anschauen kann, sondern auch schon während des Rennens mitfiebern kann. Bei den Herren ist der Slalom Teil einer Tour aus zwölf Rennen, erklärt Markus Waldner, Chief Race Direktor World Cup Men. Bei den Damen ist das Rennen eines der zehn entscheidenden Slalom-Rennen um die „Kugel" genannte Auszeichnung. Eine besondere Perspektive auf die Rennen bietet auch die Kirchenkarbahn, von der man von oben auf Teile der Piste und den Zieleinlauf schauen kann. Dass rund um den Weltcup zahlreiche VIP-Events stattfinden, versteht sich von selbst. In dem im Ort gelegenen Kongresszentrum „Gurgl Carat“ gibt es ein abendliches VIP-Event mit Buffet und Live-Musik. Und auch unterhalb der Piste, im „Top Mountain Motorcycle Experience“, wo sonst auf 4.500 m² Ausstellungsfläche die Geschichte des Motorsports mit mehr als 600 Exponaten gezeigt wird, ist für Sportler und Gäste ein Begegnungsort entstanden. Wer zwischen den beiden Durchgängen der Rennen auf Begegnungen mit Athleten wie dem britischen Ski-Star und Gurgl-Testimonial Dave Ryding hofft, erhöht seine Chancen beim Kauf eines VIP-Tickets.
Selbst aktiv werden
Natürlich kann man in der Skiregion, die aufgrund der Höhenlage Schneesicherheit bis Mitte April verspricht, auch selbst aktiv werden. Sieben moderne Zubringerbahnen in Obergurgl und Hochgurgl sorgen für Abwechslung. Wer länger bleibt, bekommt noch mehr geboten. Ab dem 3-Tages-Skipass ist das Upgrade zum Ötztal Superskipass inkludiert. Dieser bietet Zugang zu 368 Pistenkilometern und 90 Liftanlagen in den Gebieten Sölden, Hochoetz-Kühtai, Niederthai, Gries und Vent. Und auch Einsteiger kommen auf ihre Kosten. Julian ist einer der erfahrenen Skilehrer der Skischule Hochgurgl. Nach dem Frühstück holt er seine Gäste am Hotel ab und zeigt ihnen, wie man zum Skifahrer wird. Mit viel Empathie erkundigt er sich nach Vorkenntnissen und Zielen – und stellt sein Programm dann auf diese ein. Nach dem Aufwärmen gleiten selbst unerfahrene Gäste nach Minuten durch den Schnee. Julian ist dabei Ratgeber und Stütze zugleich und stellt sich auf ganz verschiedene Leistungsniveaus ein. Wenn Bremsen und Lenken gut klappen, kann man schon in der ersten Skistunde selbst einfache Teile der Piste bewältigen. Und dabei das Bergpanorama aus schneebedeckten Bergen, dunklen Felsen und dem unterhalb gelegenen Tal genießen. Das Ötztal präsentiert sich im Winter als Rückzugsort für Erholung und Genuss, an dem Alpine Cuisine modern interpretiert wird und in exklusiven Hotels und durch eindrucksvolle Events eine exklusive Atmosphäre für die Gäste geschaffen wird. Und man kann sich vorstellen, dass die Region auch im Sommer spannend ist - als „Coolcation“ im Hochgebirge, wenn die Temperaturen in den Städten steigen.
(SMC)






