14. Nov. 2018

Reisen

In dieser Zeit präsentierten Akrobaten, Künstler und Kreative ihr Können und luden zum Mitmachen ein. Kinder, Jugendliche und Erwachsene erlebten zwischen den Pavillons der verschiedenen Marken aus dem Volkswagen-Konzern ein buntes, insgesamt sechswöchiges Sommerprogramm.

Mit dem Lounge-Tretboot durch den Hafen? Mal ein Elektroboot ausprobieren? Das ist nur eines der vielen Sommerangebote, die nicht nur Familien mit Kindern, sondern auch Paare und andere Besucher begeistern. Gleich neben der Anlegestelle der Boote gibt es einen kleinen Strand mit passender schwimmender Beachbar auf der „Cool Summer Island“. Während gerade Kinder gerne den Sprung ins kühle Nass wagen, sitzen Erwachsene in der Lounge und trinken Cocktails. Aktiver geht es in der Nähe des Porsche-Pavillons zu. Zwischen den Bäumen sind Slack-Lines gespannt, auf denen man balancieren kann. Unterhalb steht eine Bude mit Fritten und Würstchen, aus der ein verführerischer Duft aufsteigt. Gut überblicken kann man die sommerliche Autostadt vom großen 15 Meter hohen Rutschenturm auf dem Piazza-Vorplatz. Auf einer 35 Meter langen Wellenrutsche können gleich drei Personen um die Wette rutschen. Andere bevorzugen die steile Freifallrutsche oder die gewendelte Tunnelrutsche.

Wer es experimenteller mag, kann die Tumbler ausprobieren. Die riesigen, gepolsterten Laufröhren rollen nur von Muskelkraft angetrieben über das Gelände. Entspannt zuschauen kann man von zahlreichen Bänken – und auch von neuen, roten Sitzkissen, die die Freizeit unter freiem Himmel noch entspannter machen. Noch komfortabler ist es da nur am Pool des in der Autostadt gelegenen Ritz Carlton Hotel Wolfsburg. Der Infinity-Pool liegt auf gleicher Höhe wie das Hafenbecken, sodass man das Gefühl hat, man könne ohne Grenzen weiterschwimmen. Der Pool selbst ist das ganze Jahr über auf 29 Grad geheizt und bietet einen Blick auf die vier Türme des VW-Kraftwerks mit dem Charme der Industriekultur. Die Zimmer des Hotels begeistern nicht nur mit ihrem schönen Ausblick, sondern auch mit dem Design des Interieurs. Die Steckdosen sind in Schubladen versteckt, die Fenster mit Schiebeelementen als Sonnenschutz versehen und das Mobiliar modern und formschön. An manchen Stellen geraten Design und Funktion in einen Konflikt. Wenn der Tresor in einer ohne Anstrengung aus dem Schrank entfernbaren Schublade verbaut ist, hätte man sich mehr Fokus auf den Sinn gewünscht. Rundum verwöhnt werden die Gäste in der Executive-Etage. Diese verfügt über eine eigene Lounge, in der die Gäste den ganzen Tag über mit Getränken und einem Imbiss versorgt werden. Der Tag beginnt kulinarisch mit dem Frühstück, geht über einen kleinen Mittagsimbiss und das Kaffeetrinken bis zu einem Abendsnack. Die Speisen sind gut kombiniert und köstlich zubereitet. Auch die Getränke vom Eistee bis zum 10 Jahre alten Portwein zum Abendimbiss ein Gedicht. Luft nach oben bietet der Service. Schon heute sind alle Mitarbeiter äußerst freundlich – doch bleiben leere Schalen nicht nur auf dem Buffet etwas zu lange stehen. Und dass die Gläser für Latte Macchiato schon beim Frühstück ausgehen, passt auch nicht zum hohen Anspruch des Hotels. Eingelöst wird dieser im vollen Umfang im Hotelrestaurant „Terra“. Hier stimmt alles – von der Begrüßung über den Service am Platz bis zur stilvollen Verabschiedung. Kaum verwunderlich, dass die schon in der Club Lounge sehr gute Küche sich hier noch einmal selbst übertrifft. Der alkoholfreie Cocktail ist geschmacklich imposant. Die Vorspeisen sind schon optisch erste Klasse. Der vegane Spargel-Pfifferlingssalat ist perfekt zubereitet und aromatisch. Das Vitello im Terra-Style mit Radieschen, Blutampfer und Zwiebeln sollte man keinesfalls verpassen. Bei den Hauptspeisen fällt die Auswahl nicht leicht. Eine saftige Perlhuhnbrust mit Sommergemüse, Traubenjus und Erbsenkresse? Oder doch lieber Fisch? Gebratener Zander wird mit Spargel-Pfifferlingsragout serviert. Dazu gibt es Kartoffelstroh und Kräuterpüree. Abschluss eines schönen Abends im Restaurant mit Hafenblick und Kaminfeuer ist das Dessert. „Blaubeere“ und „Waldbeeren“ heißen zwei der süßen und geschmackvoll dekorierten Kreationen, mit denen man den Abend ausklingen lassen kann. Kompott, Ragout, Beeren und andere Zutaten sorgen für ein Genusserlebnis, bei dem auch ein Kamillenfond bzw. Erdbeersud nicht fehlen darf.

Durch die Lage des Hotels direkt in der Autostadt ist das Ritz Carlton Hotel Wolfsburg eine gute Wahl für alle, die in der Autostadt oder in der nahegelegenen Innenstadt von Wolfsburg etwas vorhaben. Nach Voranmeldung kann man zum Beispiel eine Turmfahrt machen und in einer gläsernen Kabine durch einen der automatischen Auslieferungstürme fahren. In diesen werden die von Kunden in der Autostadt abzuholenden Neuwagen einige Stunden zuvor vollkommen automatisch wie in einem gigantischen, überirdischen Parkhaus eingelagert. Mit der gläsernen Kabine geht es in rasanter Fahrt nach oben – und nach einem Blick und vielen Informationen über Turm und Werksgelände wieder zurück auf den Boden der Autostadt. In der stehen Pavillons der verschiedenen Automarken mit passenden Ausstellungen und zum Teil auch Mitmachmöglichkeiten. Einmal in einem exklusiven Porsche sitzen? Sich über das Autodesign der Zukunft informieren? Oder in die Elektromobilität eintauchen? All das ist für Autobegeisterte in Wolfsburg möglich. Interessant ist auch die Möglichkeit bei einer Probefahrt alternative Antriebe kennenzulernen. Mit dem Elektroauto geht es aus der Autostadt quer durch Wolfsburg. Auf der Straße kann man „Gas geben“, bremsen und auch moderne Technik wie den Spurhalteassistenten in Aktion erleben. In der Autostadt gibt es den Geländeparcours. In diesem kann man die VW-Geländewagen in Aktion erleben und ausprobieren, wie diese Bahnschienen und Treppen überwinden und wie weit man den Wagen in Schieflage bringen kann. Wer selbst keinen Geländewagen besitzt kann so Innovationen wie den Rückrollassistenten in Aktion erleben und Spaß beim Fahren haben. Fachkundige Beifahrer beantworten alle Fragen zum Fahrzeug und sorgen bei den Großen für Sicherheit. Während das Sommerfestival läuft, gibt es für Kinder an mehreren Stellen Hüftburgen und Trampoline. So können diese den ganzen Tag über Abenteuer erleben.

Auf zwei Bühnen – im Park und im Hafen – werden mehrmals am Tag Shows gezeigt. Auf der Hafenbühne wurde bis zum 12. August 2018 die speziell für die Autostadt entwickelte Show „Clouds“ gezeigt. Die künstlerisch gestaltete Show beschäftigt sich mit der Welt der Cloud-Universen. Artisten, Musiker, Tänzer und Performance-Künstler unterhalten das Publikum und bringen es auch an vielen Stellen zum Lachen. Die überraschende Reise durch moderne Lebenswelten begeistert das Publikum. Auf der Gartenbühne in einem großen Zelt geht es um den Kolaps. Die „Loser(s) Cirque Company“ zeigt mit Tanz und Artistik, wie ein Zusammenbruch die Tür öffnet für einen Neuanfang. Das inszenieren die tschechischen Darsteller auf eindrucksvolle Weise. Türme aus Menschen. Ein Beziehungsdrama. Das sind nur zwei der vielen Motive, die den Zuschauern in der mit Licht und Ton inszenierten Performance präsentiert werden. Auch der „Circus Unartiq“ hat bereits seine Koffer gepackt. Ihn erlebten die Zuschauer mit imposanter Luftakrobatik in der Autostadt. Mehrmals am Tag zeigte das Duo eine Beziehung mit Happy End – und allerhand schmückenden Elementen.

(ck)