18. Apr. 2024

Reisen

Weltweit nehmen jedes Jahr mehr als 4,5 Millionen Menschen am TOEIC-Test teil und erfahren so nach wenigen Tagen, auf welchem Level sich ihre Sprachkompetenz bewegt. Das ist nicht nur für Unternehmen und Hochschulen ein wichtiges Auswahlkriterium, sondern auch für den Bewerber selbst eine wertvolle Möglichkeit den eigenen Kenntnisstand zu dokumentieren. Denn häufig fällt es nicht nur anderen schwer das Level der Sprachkompetenz neutral einzuschätzen, sondern auch jedem einzelnen selbst. Entwickelt wurde der TOEIC schon im Jahr 1979 von ETS, dem weltweit führenden Anbieter von Accessments für den Geschäfts- und Bildungssektor. Weltweit einheitliche Qualitätsstandards sorgen bis heute dafür, dass alle Testteilnehmer bei einem gleichen Leistungsstand vergleichbare Punktewerte erzielen.

Abgelegt wird der TOEIC in Testzentren überall in Deutschland. Im Internet informieren diese über die nächsten anstehenden Termine, sodass jeder Teilnehmer unkompliziert eine Möglichkeit findet den Test in der Nähe abzulegen. Der Test selbst besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil, der 45 Minuten dauert, geht es um das Hörverständnis. Dabei werden Fragen zu den Teilnehmern vorliegenden Bildern gestellt, die richtigen Antworten zu vorgegebenen Fragen ausgewählt und Fragen zu Dialogen oder kurzen Texten beantwortet. Bei allen Aufgaben handelt es sich um Multiple-Choice-Fragen, deren Ergebnisse auf einem Antwortbogen markiert werden müssen. Da die verschiedenen Aufgaben relativ schnell aufeinander folgen, ist hier höchste Konzentration angesagt. Erleichtert wird der Test des Hörverständnisses durch die ausdrucksstarken Sprecher auf der CD und die absolute Ruhe im Raum. Wer dennoch eine Frage verpasst, verliert dadurch 5 von 495 möglichen Punkten und sollte sich gleich auf die nächsten Aufgaben konzentrieren.

Im zweiten Teil, für den 75 Minuten zur Verfügung stehen, geht es um das Lese- und Textverständnis. Man vervollständigt Sätze, fügt das am besten passende Wort in Dialoge ein und beantwortet Fragen zu Texten, Briefen oder auch E-Mails. Auch dieser Teil des Tests basiert auf Multiple-Choice. Fragen und Antworten sind allerdings beide im Antwortbogen abgedruckt, sodass man sich die Zeit bei der Bearbeitung selbst einteilen kann. Dabei macht es Sinn zunächst alle eindeutig und schnell zu beantwortenden Aufgaben zu lösen und dann im zweiten Schritt zu den schwierigeren zurück zu kehren. Wenige Tage nach dem Test bekommt jeder Teilnehmer seinen persönlichen „Score Report“ zugeschickt. Dieser beinhaltet jeweils einen Punktewert für das Hör- und Leseverständnis und eine Gesamtpunktezahl. Zusammen mit einer Interpretationstabelle kann man diese Ergebnisse verwenden um Dritten gegenüber die eigene Sprachkenntnis zu dokumentieren.

Für den Teilnehmer selbst gibt es darüber hinaus eine Detailauswertung, die verrät wo genau die eigenen Stärken und Schwächen liegen. So verfügt der eine über ein größeres Vokabular, während der andere besonders gut darin ist Informationen in und zwischen Texten zu verbinden. Gültig bleibt der ermittelte Wert bis zu zwei Jahre oder bis zum nächsten größeren Fortschritt beim Lernen und Arbeiten mit der Sprache. Die Teilnahme am Test kostet in Deutschland derzeit 99,96 Euro. Eine Ermäßigung bekommen Schüler, Stundenten, Arbeitslose, Zivis und Wehrdienstleistende. Für rund zehn Euro Aufpreis bekommt man neben dem Score Report ein schönes Zertifikat. Wer es ganz eilig hat, kann die Expresskorrektur beauftragen und kennt seinen Score innerhalb von drei Werktagen. Alle anderen müssen etwas länger Geduld haben. (SMC)