Die Reise zum Schwarzen Meer beginnt für die Reisenden in der Lagunenstadt Venedig. Die ist per Bus oder Flugzeug von Deutschland aus günstiger zu erreichen als die meisten Städte am Schwarzen Meer. Ob das seinen Namen dunklen Sedimenten am Grund oder den teils ungastlichen Wetterbedingungen zu verdanken hat, ist unter Historikern bis heute umstritten. Vorbei an den alten Kulturen Südeuropas legt die Athena Zwischenstopps ein in Dubrovnik, Korfu und Piräus bevor das Schiff durch den Bosporus und damit ins Schwarze Meer einfährt. Die Reise bis zur georgischen Hafenstadt Batumi ist weit, sodass die Gäste an mehreren Seetagen Gelegenheit haben das Schiff zu erkunden und die Sonne auf dem Oberdeck zu genießen. Mit ganz viel Glück kann man dabei neben dem romantischen Sonnenuntergang über dem Meer einige der wild lebenden Delphine entdecken, die das Schiff mit ihrer Leichtigkeit umspielen. An Bord werden Freundschaften geschlossen, alte Bekanntschaften aufgefrischt.
Die Gastronomie an Bord bietet den Gästen fünf Mahlzeiten am Tag. Frühstücken kann man dabei sowohl im Buffetrestaurant „Olissipo“ als auch an Deck. Beim Mittagessen hat man die Wahl zwischen einem Buffet und dem A-la-Carte-Restaurant „Lotus“. Im Laufe des Tages erwartet die Gäste dann noch ein Kaffeetrinken sowie für viele als Abschluss des Tages das Abendmenü. Nachdem man beim Einschiffen gewählt hat, ob man lieber um 18:30 Uhr oder um 20:30 Uhr essen möchte, bekommt man einen festen Tisch zugewiesen, an dem man das Menü serviert bekommt. Bei jedem Gang hat man dabei die Wahl zwischen verschiedenen Köstlichkeiten. Genau wie der Mitternachtssnack sind auch die Menüs im Reisepreis enthalten. Bezahlt werden müssen lediglich die Getränke an Bord mit Ausnahme von Wasser, Tee, Kaffee und Milch, die man bei diversen Gelegenheiten kostenfrei angeboten bekommt.
Auch wenn auf einem kleineren Schiff weniger Bedarf für Bordangebote besteht, sorgt die Reederei dafür, dass bei den Gästen keine Langeweile aufkommt. Wer die Zeit nicht damit verbringt im Liegestuhl und in warme Decken eingepackt den Blick über das Meer und an die Küste zu genießen, kann tagsüber Shuffleboard, Dart oder Tischtennis spielen. Wer mag, kann gegen kleinen Einsatz Bingo oder gegen größeren im Bordkasino sein Glück versuchen. Autogrammstunden mit prominenten Gästen wie Gunther Emmerlich und Dia-Vorträge des Bordlektors sorgen für kurzweilige Tage. Beim Schnitzen von Früchten und der Gestaltung von Figuren aus Marzipan verbinden sich Kreativität und Entertainment. Der Abend endet jeweils mit einer Show in der Calypso Showlounge. Dort wird getanzt, gesungen, Kabarett gezeigt und bei mancher Reise tritt der Zirkus auf See auf. Der ist ein Projekt von Kreuzfahrtdirektor Andrey Belinskiy und bringt erstklassige Artisten an Bord von Kreuzfahrtschiffen. Dort zeigen zum Beispiel Hula-Hoop-Künstlerin Claudia Daniels oder der beim Zirkus-Festival in Monte Carlo ausgezeichnete und aus dem Cirque du Soleil bekannte Adrien ihr Können.
Gleich nach dem Frühstück macht die Athena im Hafen von Batumi fest. Die Hochschulstadt ganz im Süden von Georgien ist von einer steilen Hügelkette eingeschlossen. In ihr zeigen sich die Kontraste wie in keiner anderen Stadt der Reise. Während an der Küste gewaltige Hotelkomplexe entstehen schlummern wenige Straßen weiter alte Holzhäuser und Plattenbauten vor sich hin und erinnern an eine Vergangenheit, die für viele Georgier auch die Gegenwart ist. Der Hafen liegt unmittelbar in der Nähe der Innenstadt, sodass man diese und den orientalischen Markt auch auf eigene Faust erkunden kann. Dort gibt es preiswerte und qualitativ hervorragende Gewürze und viele andere regionale Spezialitäten zu kaufen. Wer gern mit Händen und Füßen verhandelt, kann Schnäppchen machen und in eine andere Welt und Kultur eintauchen. Mit einem Ausflug oder Taxi kann man die 12 km entfernte Festung Gonio aus dem ersten Jahrhundert besichtigen und bekommt einen tieferen Eindruck von Georgien, das fest mit der Argonautensage und dem Goldenen Vlies verbunden ist.
Einen Tag später legt das Schiff in der russischen Stadt Sotschi an. Der beliebteste Bade- und Kurort Russlands ist Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2014 und schon heute dabei sich für diesen Anlass herauszuputzen. Die Stadt mit ihrem subtropischen Klima erstreckt sich über 145 Kilometer die Küste entlang und fasziniert unter anderem durch Strandseilbahnen, die größere Sanatorien mit der Küste verbinden. In Sotschi findet man nicht nur belebte Einkaufsstraßen mit Edelboutiquen für die russischen Neureichen, sondern auch einen Nationalpark, in dem sich die seltene Flora des Kaukasus erhalten hat. Auf einem einstündigen Rundweg sieht man voreiszeitliche Bäume und Pflanzen in einem immergrünen Buchsbaumwald. Auf dem Berg Akhun kann man von einem Aussichtsturm den Panoramablick über die Stadt genießen oder sich gegen entsprechenden Obolus mit einem Adler oder einem jungen Löwen fotografieren lassen.
Eine Nacht und 450 km weiter legt das Schiff in Jalta an. Die Stadt auf der Krim begeistert durch zahlreiche luxuriöse Paläste und Villen aus der Zarenzeit. Auch geschichtlich hat sie einiges zu bieten. So trafen sich Stalin, Roosevelt und Churchill im Februar 1945 zur Jalta-Konferenz, um über das Schicksal der Welt zu entscheiden. Beeindruckend ist auch der Woronzow-Palast, der mit seinem 40 ha großen Park vom Architekten des Buckingham Palastes gebaut wurde. Das Schwalbennest, ein kleines Schlösschen an der Küste, gilt als Wahrzeichen der Krim. Heute gehört Jalta gerade für Reisende aus Russland und der Ukraine zu den bevorzugten Urlaubszielen. Lokale Spezialitäten kann man in einem der zahlreichen Restaurant wie dem Hotel Oreanda kosten bevor es zurück an Bord geht. Die Küstenstadt Odessa, die das Schiff einen Tag später erreicht, wurde vor rund 200 Jahren von Katharina der Großen angelegt und von den besten Architekten Europas erbaut. Die Perle des Schwarzen Meeres mit ihrer perspektivisch gebauten Potjomkin-Treppe, einem Boulevard auf einem Plateau über dem Meer und ihrer bekannten Oper ist eine Reise wert. In der Gründerzeit der Stadt entstand auch die Christi-Verklärungs-Kathedrale, die 1936 gesprengt und in den letzten Jahren mit Hilfe von Spenden wieder aufgebaut wurde.
Die geschäftigste Stadt am Schwarzen Meer ist die türkische Millionenstadt Istanbul. Zwischen Blauer Moschee, Hagia Sophia und Basar tummeln sich Einwohner und Touristen. Die Sakralbauten aus dem vierten Jahrhundert sind weltberühmt und ein Muss für jeden Besucher der Stadt. Entsprechend sind die Verkehrsverhältnisse in der Altstadt, die den Reisenden Geduld und Entspannung abverlangen. Wer gut zu Fuß ist, macht sich besser selbst auf den Weg statt mit einer organisierten Tour. Belohnt wird man mit einem Blick in eine der bedeutendsten Schöpfungen der byzantinischen Kunst. Herrliche Mosaike und eine Kuppel mit einem Durchmesser von 31 Metern machen Eindruck. Direkt gegenüber steht die tausend Jahre später gebaute Blaue Moschee. Mit ihren sechs Minaretten ist das innen mit blauen Kacheln verkleidete Gebetshaus die schönste Moschee der Stadt. Gut aufpassen muss man beim Basarbesuch. Der Markt ist so groß und unübersichtlich, dass man zwischen orientalischen Speisen, Kunsthandwerk und Imitaten teurer Produkte schnell verloren gehen kann. Wer genug Zeit mitbringt kann sich überwältigen lassen von Düften und Farben aus 1001 Nacht.
Nach dem Aufenthalt in Istanbul verlässt das Schiff das Schwarze Meer und macht sich auf den Rückweg nach Westeuropa. Erneut bleibt Zeit an Deck am kleinen Pool zu liegen, Runden über die Laufbahn zu drehen, in die Sauna zu gehen oder sich im SPA verwöhnen zu lassen. Zu Preisen ab 32 Euro für eine kurze Massage, 30 Euro für ein komplettes Make-Up oder 23 Euro für eine Epilation kann man sich dort verwöhnen lassen. Der bordeigene Friseur bietet den Damenhaarschnitt ab 28 Euro, den für Herren ab 18 Euro an. Entspannen kann man natürlich auch in den erfreulich großen und in der Regel mit einer Badewanne ausgestatteten Kabinen. Diese sind klimatisiert und mit bequemen Betten ausgestattet. Die Schränke bieten vergleichsweise viel Platz an, sodass man das Gepäck vom ersten bis zum letzten Tag der Reise verstauen kann. Telefon, Fernseher und Minibar gehören genauso zur Ausstattung wie ein W-LAN, das man aus Preisgründen allerdings nur in wirklich wichtigen Fällen nutzen sollte. Zweimal am Tag sorgt der Kabinenservice auf Wunsch für frische Handtücher, macht die Betten und reinigt die Kabine, in der man sich rundum wohlfühlen kann.
Das gilt auch für die Bars und andere Bereiche des Schiffs. Gemütlich und stilvoll sitzt man im Captains-Club bei einem Cocktail oder lässt in einer der Bars auf dem Oberdeck den Abend ausklingen. Eine kleine Bibliothek bietet Lesestoff während ein Karten- und Spielezimmer für Unterhaltung sorgt. Weitestgehend gelungen ist dabei die Trennung zwischen Raucher- und Nichtraucherbereichen. Nachdem das Schiff die Meerenge der Dardanellen passiert hat, steuert es Catania an. Der hoch über der Küste gelegene Ort auf Sizilien ist Ausgangspunkt für eine Busfahrt zum Vulkan Ätna oder zum antiken Theater in Taormina. Von dort aus macht das Schiff sich auf den Weg nach Nizza, wo an der Cote d´Azur eine faszinierende Reise in eine Welt voller Kontraste endet. Mit dem Taxi oder dem öffentlichen Bus 98 vom Gare Routière in der Avenue Félix Faure geht es dann wieder zurück nach Deutschland, wo man die Geschichten von der eigenen Kreuzfahrt erzählen kann.
Als Flaggschiff von Classic International Cruises bietet die Athena ihren Gästen ein klassisches Kreuzfahrterlebnis. Während junge Gäste mit Neugierde und Begeisterung auf ihre erste Reise an Bord gehen, genießen erfahrene Kreuzfahrer die Zeit in einer Welt, in der gefühlt immer Sonntag ist. Wenn der Kapitän den Anker lichtet, kann man auf dem modernen, schwimmenden Oldtimer Stunden der Muße verbringen. Den Herzschlag der Motoren spüren die Passagiere nur als leichtes Vibrieren, an das man sich schnell gewöhnt. Eine Reise auf der Athena oder den anderen Schiffen der Reederei ist eine Reminiszenz an die traditionelle Passagierschifffahrt, die an frühere Zeiten erinnert. Zeit und Raum vergessen kann man, während man von der internationalen Crew verwöhnt wird. Bei der Reederei mit Sitz in Portugal werden die Mitarbeiter fair bezahlt, sodass die Atmosphäre an Bord stimmt. Faire Preise für die Ausflüge (ab 29 Euro für den halben Tag) sorgen dafür, dass man an Bord nur positive Überraschungen erlebt. Beim Magnific Buffet zeigt das Küchenteam in einer Nacht sein ganzes Können und begeistert mit geschnitzten Früchten, außergewöhnlichen Desserts und kulinarischen Köstlichkeiten. Wer auf der Athena zu Gast ist kann auf Zeit heile Welt erleben und in einer charmanten Welt mit internationalem Flair zu Hause sein. Für die Wintersaison ist die Athena rund um Australien im Einsatz, doch schon jetzt lohnt es sich auch nach Reisen im kommenden Frühjahr Ausschau zu halten. Klassische Internationale Kreuzfahrten wird in Deutschland von Hansa Touristik (Telefon 0711/22931690) vertreten.
(SMC)











