21. Jan. 2019

Reisen

Das Gelände des Botanischen Gartens verwandelt sich in der Dämmerung in den „Christmas Garden“. Ein rund zwei Kilometer langer, malerischer Rundweg führt durch den sonst in der Dunkelheit einsamen Park, der mit mehr als 30 Installationen abwechslungsreich beleuchtet ist. Im Wald stehen beleuchtete Tierfiguren, Bäume sind mit Scheinwerfern, Leuchtgirlanden und anderen Lichteffekten illuminiert. Die Kreativität der Lichtdesigner kennt dabei kaum Grenzen. Beleuchtete Sitzgelegenheiten sind am Wegesrand entstanden. Eine Wiese wurde mit Leuchtdioden gespickt und leuchtet passend zur Musik. An vier Stellen können sich Paare unter Mistelzweigen küssen. Wer mag kann den ganzen Abend in der weihnachtlichen Welt verbringen – und an Verkaufsständen kleine Snacks und heiße Getränke kaufen.

Weihnachtlich ist auch eine Lichterfahrt mit dem Busunternehmen BEX Sightseeing. Die rund dreistündige Bustour beginnt am Ku`damm. Dort stattet der Reisebegleiter seine Gäste mit einem Lebkuchen und einem Gutschein für einen Becher Glühwein aus. Dann geht die Fahrt durch das nächtliche Berlin. Wir sehen hell erleuchtete Fenster, Weihnachtsbäume und historische Gebäude. Einen Zwischenstopp macht der Bus am Schloss Charlottenburg. Dort bleibt den Gästen rund eine halbe Stunde, um sich das stilvoll beleuchtete Schloss anzuschauen und über den Weihnachtsmarkt zu flanieren. Den Gutschein kann man später auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche einlösen. Eine Alternative, um einen guten Eindruck von der Stadt zu gewinnen ist eine Bootsfahrt mit der Reederei Riedel. Unter anderem bietet das Unternehmen eine dreistündige Brunchtour über Berlins Wasserwege an. Auf der Route liegen historische Gebäude aber auch neue, moderne Stadtteile. Dazu gibt es ein Brunchbuffet und Informationen über die Stadt.

Berlin ist eine Stadt der Kontraste. Auch zur Weihnachtszeit hat das Menschen Museum am Fernsehturm geöffnet. Die Macher der bekannten Körperwelten-Ausstellungen zeigen am Alexanderplatz eine Auswahl ihrer Palatinate. Die mit einem von Gunther von Hagens entwickelten Verfahren konservierten Körper bieten einen interessanten Einblick in das Wunderwerk Mensch. Staunen kann man auch im Friedrichstadt-Palast.  Auf der größten Bühne der Welt wird aktuell die „VIVID Grand Show“ gezeigt. Über hundert Darsteller nehmen die Zuschauer der Revueshow mit auf eine Reise in eine phantasievolle Welt. Erzähl wird die Geschichte der jungen R´eye, die von ihrem Vater getrennt und in eine Androidin verwandelt wird. Doch statt sich mit der Fremdsteuerung abzufinden, gewinnt die Sehnsucht nach Freiheit die Oberhand. Sie beginnt die Schönheit der Welt zu entdecken und stößt auf farbenfrohe Wesen. Ausdrucksstarke Kostüme, kreative Bühnenbilder und artistische Höchstleistungen machen die „VIVID Grand Show“ zu einem eindrucksvollen Gesamtkunstwerk.

Zu den klassischen Sehenswürdigkeiten gehören die Museen auf der Museumsinsel. Fußläufig liegen dort mehrere Museen, die Kunst- und Geschichtsliebhaber begeistern. Ein kurzweiliger Einstieg ist das Pergamon-Panorama. In einem temporären Gebäude ist ein 30 Meter hohes Rundum-Panorama mit Licht- und Soundeffekten entstanden, das die Besucher in eine historische Szene versetzt. Im Ausstellungsgebäude sind 80 Objekte aus der Antikensammlung, darunter der Telephos-Fries des Pergamonaltars, zu sehen. Im Neuen Museum ist als besonderer Anziehungspunkt die Büste der Nofretete zu sehen. In einem anderen Raum sind Silbergefäße aus dem „Schatz des Priamos“ zu sehen. Sehenswert sind auch ein in einem eigenen Raum ausgestellter Goldhut und die Skulptur „Xantener Knabe“. In diesem Museum werden Exponate aus den Sammlungen des Ägyptischen Museums, aus dem Museum für Vor- und Frühgeschichte und der Antikensammlung gezeigt. Zur Museumsinsel gehören auch das Bode-Museum, das Alte Museum und die Alte Nationalgalerie. Höhepunkt ist für die meisten Besucher das Pergamonmuseum. Dort sind unter anderem das Ischtar-Tor von Babylon, das Markttor von Milet und eine Sammlung mit Islamischer Kunst zu sehen. Auch wenn der Pergamon-Altar aktuell nicht gezeigt wird, kann man mehrere Stunden durch die Ausstellungen streifen.

In Berlin gibt es an jedem Abend eine Fülle von Veranstaltungen. „Oh Happy Day“ heißt es bei der Harlem Gospel Night in der Apostel-Paulus-Kirche. Donna Brown und die Golden Gospel Pearls unterhalten ihr Publikum in der Kirche mit stimmungsvoller Gospel-Musik. Die Sänger erzählen bei dem Konzert auch aus ihrem Leben und fesseln das Publikum, das schon nach den ersten Songs in Stimmung kommt und begeistert mitklatscht.

Wer viel in Berlin erleben möchte, kann die Berlin Welcome Card kaufen. Diese bietet für ihre Gültigkeitsdauer Rabatte und Vergünstigungen für Museen, Attraktionen und andere Sehenswürdigkeiten – und auch ein Ticket für den öffentlichen Nahverkehr an. Damit ist man mit Bus und Bahn mobil im Kern von Berlin. Viele Möglichkeiten vom günstigen Hostel bis zum Sternehotel gibt es für die Übernachtung. Zentral liegt das Scandic Berlin Potsdamer Platz. Das Hotel im skandinavischen Stil überzeugt durch freundlichen Service, gut ausgestattete Zimmer und faire Preise. Der große Frühstücksraum ist am Morgen geschäftig – die zentrale Lage sorgt dafür, dass man auch spät in der Nacht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurück zum Hotel gelangt.

(kk)