01. Apr. 2020

Wellness

Die gesetzlichen Krankenkassen bieten ihren Mitgliedern ein breites Spektrum an Gesundheitsdienstleistungen. Neben den bei allen Kassen identischen Grundleistungen bieten einzelne Krankenkassen ihren Mitgliedern zusätzliche Leistungen an. Diese sind - neben den unterschiedlichen Zusatzbeiträgen – wohl das wichtigste Argument für die Wahl der richtigen Krankenkasse. So entscheiden sich manche Versicherte bewusst für einen Krankenkasse mit kostenfreien Reiseimpfungen. Andere legen mehr Wert auf besonders gute Leistungen für Mütter und Neugeborene. Wieder andere setzen auf eine Kostenübernahme für Heilpraktiker und Naturheilkunde. Doch die kann man nicht nur über die Wahl der Krankenkasse abbilden.

Mit einer Zusatzversicherung Heilpraktiker und Naturheilkunde können Versicherte sich unabhängig von der eigenen Krankenkasse eine Erstattung von Untersuchungen und Behandlungen mit alternativen Heilmethoden sichern. Eine Versicherung der UKV (Union Krankenversicherung) deckt Leistungen nach dem GeBüH und dem Hufelandverzeichnis im Tarif NaturPrivat zu 80 Prozent ab. Die jährliche Höchstgrenze liegt bei 1.000 Euro. Das ist attraktiv für alle, die dem Spektrum der von der Krankenkasse übernommenen Behandlungen weitere hinzufügen möchten. In den Leistungskatalog der Zusatzversicherung gehören zum Beispiel Akupunktur, Osteopathie oder Homöopathie.

In Anspruch genommen werden können nur zugelassene Heilbehandler (Ärzte, Heilpraktiker mit vollumfänglicher Heilpraktikererlaubnis, Physiotherapeuten im Delegationsverfahren). Die Versicherung ist sowohl für die Behandlungskosten als auch für verschriebene Arznei- und Verbandsmittel. Durch die Beschränkung des Kreises der Abrechnungsberechtigten Anbieter steigt die Chance, dass die Leistungen als Ergänzung zur Schulmedizin gesehen werden und nur dann zum Einsatz kommt, wenn diese wirklich Sinn macht. Die von der Versicherung abgedeckten Verfahren haben einen unterschiedlich guten Leumund. In der Diskussion sind gerade wieder einmal die homöopathischen Mittel, deren Wirksamkeit durch die starke Verdünnung nicht oder nur schwer nachweisbar ist. Hier dürften gerade Patienten zugreifen, bei denen die Sorge vor Nebenwirkungen klassischer Präparate größer ist als die Zweifel an der Wirksamkeit der Alternativen. Die privat finanzierte Zusatzversicherung ist eine gute Möglichkeit für an Alternativmedizin interessierte Personen, die Behandlungskosten zum Großteil zu versichern.

(SMC)