28. Sep. 2020

Wellness

Die Corona Pandemie ist das Thema des Jahres 2020. Mehr als 7.500.000 Menschen haben sich bis heute mit dem neuartigen Virus SARS-CoV-2 infiziert. Fast 420.000 kamen dadurch ums Leben. Auch in Deutschland hat das Virus Gesellschaft und Wirtschaft in den letzten Monaten lahmgelegt. Doch während das Virus bei manchen Menschen die schlimmsten Auswirkungen hat, reagieren andere auf die Infektion nur mit leichten oder gar keinen Symptomen. Gerade deshalb ist bis heute unklar, ob die bisher bekannten Zahlen der Infektionen vollständig sind. Auch ist noch ungeklärt, ob eine einmalige Infektion immun gegen das Virus macht. Trotzdem ist es für viele Menschen interessant zu wissen, ob sie Antikörper gegen das Virus im Blut haben – also bereits infiziert waren – oder nicht. Aufklärung verspricht ein Selbsttest des Unternehmens cerascreen, der per Post ans Fachlabor geschickt wird und in wenigen Tagen ausgewertet ist.

Wer sich selbst testen möchte, kauft für 69 Euro ein Testkit. Mit der zugehörigen Lanzette entnimmt man ein paar Tropfen Blut, gibt diese in ein Probenröhrchen und schickt es per Post an das Labor. Parallel meldet man sich auf der Website des Unternehmens an, damit die eingeschickte Probe später dem richtigen Kunden zugeordnet werden kann. Sobald das Ergebnis feststeht, kann man es auf der Website abrufen. Der Coronavirus Antikörper Test eignet sich nicht, um eine akut bestehende Infektion festzustellen, sondern setzt auf die IgG-Antikörper, die sich erst 14 bis 21 Tage nach Beginn einer Corona-Infektion im Blut bilden. Deshalb macht es keinen Sinn, diesen Test bei akuten Symptomen zu machen. Wer sich hingegen fragt, ob die seltsame Erkältung vor ein paar Wochen vielleicht doch mehr war als damals befürchtet, für den ist der Test genau richtig. Der Hersteller spricht seinem Test eine Sensitivität von mindestens 97,4 % zu. Das bedeutet, dass von hundert positiv getesteten mindestens 97 auch wirklich krank waren. Bei den Menschen mit Testergebnis „gesund“ liegen die korrekten Testergebnisse mit 98,9 Prozent noch höher.

Die Entnahme von ein paar Tropfen Blut zu Hause kostet einen Moment Überwindung, spart aber Zeit und den Besuch in einer möglicherweise überfüllten Arztpraxis. Anders als bei einem Schnelltest setzt cerascreen auf die ELISA-Methode. Bei dieser wird eine Laborplatte mit dem Virus beschichtet. Anschließend kommt die Probe des einzelnen Kunden hinzu. Befinden sich in dieser Antikörper, so bilden sich Komplexe aus beiden, die durch einen Farbstoff eingefärbt und so analysiert werden können. Falls man erkrankt war, meldet das Labor das Ergebnis pseudonymisiert an das Robert-Koch-Institut. Dort hilft es den Verlauf der Pandemie besser einzuschätzen, ohne dass dafür die Daten des einzelnen Kunden zu benötigen.  Das  macht den Selbsttest zu einer guten Lösung für alle, die gerne genau wissen möchten, ob sie Corona schon hinter sich haben.

(ck)