30. Nov. 2020

Wellness

Mücken, Bremsen, Bienen, Wespen – an warmen Tagen summt und schwirrt es in manchen Regionen nur so. Während manche sich an der Biodiversität freuen, haben andere mit unangenehmen Insektenstichen zu kämpfen. Süßes Blut? Einfach Pech? Zur falschen Zeit am falschen Ort? Die Gründe, warum manche Menschen immer wieder zum Opfer der Insekten werden, sind vielfältig und im Einzelfall nicht genau zu ergründen. Klar ist jedoch, dass die meisten Stiche mit unangenehmen Schwellungen und Juckreiz verbunden sind. Diesen deutlich zu verringern hat sich ein Start-up aus Karlsruhe auf die Fahnen geschrieben.

Bei der Neuentwicklung für eine smarte Behandlung von Insektenstichen geht es um eine Behandlung mittels Wärme. Dafür wird ein kleines, nur wenige Gramm schweres, Zusatzgerät ans Smartphone gesteckt. Verkauft wird sowohl eine Variante mit USB-C-Anschluss für viele Android-Geräte (29,19 Euro) als auch eine für aktuelle iPhones (38,57 Euro). Optional gibt es einen Adapter von USB Micro B auf USB-C zum Preis von 4,83 Euro. Nachdem man die kostenfreie App installiert hat, kann man das Gerät im Falle eines Stichs auf die gerötete Stelle platzieren und die Wärmebehandlung starten. Bei einfachen Mückenstichen ist das einfacher, als bei Bienen und anderen Insekten, deren Stachel womöglich noch in der Einstichstelle steckt. Dieser muss nämlich vor der Behandlung vorsichtig entfernt werden. Anschließend startet „heat_it“ mit der Wärmebehandlung, die Schwellungen und Juckreiz in vielen Fällen verringert. Durch die Erwärmung auf rund 50 Grad möglichst schnell nach dem Stich wird die Ausschüttung von körpereigenem Histamin reduziert.  Bei der Behandlung nimmt man dafür einen leichten Hitzeschmerz in Kauf. Damit dieser nicht zu heftig ausfällt, gibt es für Kinder und für empfindliche Hautstellen sanftere Modi. Auch kann man die Dauer der Anwendung einstellen.

Da das Gerät seine Energie aus dem Akku des Smartphones bekommt, kommt es nicht nur ohne Chemie aus, sondern auch ohne eigene Batterien. Da es nur wenige Gramm schwer ist, kann man das zertifizierte Medizinprodukt jederzeit griffbereit haben – auch bei Wanderungen, Ausflügen auf den Zeltplatz oder an anderen Orten, an denen Bremsen, Wespen oder Mücken unterwegs sind. Entwickelt und produziert wird das „heat_it“ in Karlsruhe.

(ck)