23. Jul. 2019

Wellness

Chiapflanzen dienten schon den Maya als Nahrungsmittel. Längst werden die einjährigen Pflanzen nicht nur in Mittel- und Südamerika, sondern auch in Südostasien und Australien angebaut. Verwendet werden lediglich die ovalen und rund einen Millimeter großen Samenkörner. Die dunkle und glutenfreie Ölsaat enthält eine ganze Reihe wertvoller Inhaltsstoffe. Deshalb gelten sie genau wie die in Europa heimischen Leinsamen für viele Ernährungsexperten als Superfood.

Die Chia-Samen lassen sich in der Küche vielseitig einsetzen. Dabei sollte man wissen, dass die Samen in Flüssigkeiten rasch aufquellen und ein Vielfaches ihres eigenen Volumens an Flüssigkeit aufnehmen. Dabei bilden sie ein stabiles Gel, das Puddings und Smoothies bindet und beim Backen das Ei ersetzen kann. Dafür verwendet man in den meisten Rezepten pro Ei einen Esslöffel Chiasamen und drei Esslöffel Wasser. Zwar gehen beim Backen einige der positiven Eigenschaften der rohen Chiasamen verloren, doch wer zum Beispiel als Veganer auf Eier verzichten möchte, kann so trotzdem viele der klassischen Kuchen und Plätzchen backen. So kommt der Spaß beim Backen und Kochen mit den vielfältigen Chia-Samen nicht zu kurz.

In Europa rät der Gesetzgeber sicherheitshalber pro Tag nicht mehr als 15 Gramm Chia-Samen zu verzehren. Das ist deutlich weniger als zum Beispiel in den USA. Für alle, die keine Allergie gegen die Samen haben, steckt viel Energie in den Samen. Auch der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen wird oft hervorgehoben. Nachgewiesen ist der hohe Gehalt an Ballaststoffen und an Omega-3-Fettsäuren. Deshalb gelten die Samen nicht nur als auf der Zunge interessant, sondern werden oft als Superfood bezeichnet. Wer Chia kennenlernen möchte, kann die Samen in rohem Zustand bis zu fünf Jahre verwahren, ohne dass sich die relevanten Eigenschaften besonders verändern würden. Wer mag kann mit einer kleinen Menge der Samen oder auch mit Chia-Mehl einsteigen und dann ausprobieren, ob diese den eigenen Geschmack treffen und eine Bereicherung des Speiseplans sind. So bekommt das Superfood der Mayas in modernen Zeiten wieder einen festen Platz im Speiseplan der Menschen.

(SMC)