25. Okt. 2021

Wellness

Achseln, Leisten und Schambereich sind am häufigsten betroffen, wenn es um die Hauterkrankung „Akne Inversa“ geht. Rund ein Prozent der Bevölkerung ist von der häufig mit einer Haarwurzelentzündung beginnenden Erkrankung betroffen. Begünstigt wird das Ganze durch erbliche Veranlagung oder eine Fehlsteuerung des Immunsystems. Doch auch Rauchen, Stress, Übergewicht und Reizungen oder Verletzungen der Haut können sich negativ auswirken. Ist die Erkrankung einmal entstanden, drohen eiternde und nässende Wunden. Der Schweregrad einer Erkrankung wird in den Stufen „Hurley“ I bis III gemessen.

In der ersten Stufe sollen Antibiotika helfen. In der zweiten Stufe sind manchmal schon gravierendere Eingriffe angesagt. Und in der dritten Stufe kommen viele Patienten am Chirurgen nicht mehr vorbei. Das muss natürlich in jedem Einzelfall ein fachkundiger Mediziner entscheiden, denn die Akne Inversa gehört zu den Erkrankungen, bei denen Eigendiagnose genau wie Abwarten in der Regel keine guten Ideen sind. Auch eine Eigentherapie mit sanften Mitteln muss nicht zum Erfolg führen und kann wertvolle Zeit verschwenden. Deshalb ist es im Sinne der Lebensqualität der Betroffenen wichtig, sich nicht zurückzuziehen, sondern fachkundigen medizinischen Rat zu suchen.

Dabei kann man den Arzt auch nach der Wirksamkeit von Therapien mit Licht- und Radiofrequenzen oder spezieller Kleidung, die die Reibung auf der Haut minimiert, fragen und so eine Einschätzung gewinnen, was davon helfen kann, um die eigene Lebensqualität zu verbessern. Bei operativen Behandlungen empfehlen manche Experten, die entstandenen Wunden nicht zuzunähen, sondern diese so heilen zu lassen. Dabei kommen Wundauflagen und manchmal auch eine Unterdruck-Therapie zum Einsatz. Da durch die Krankheit und die resultierenden Operationen schnell Narben entstehen können, muss man sich zudem Gedanken machen, wie Bewegungseinschränkungen verhindert werden können. Häufig werden dazu Dehnübungen – in der Regel unter fachkundiger Anleitung – empfohlen. Bei den wichtigen Themen der eigenen Gesundheit ist eine ärztliche Beratung von größter Bedeutung. Nur diese kann zweifelsfrei feststellen, was die richtige Diagnose ist und zu passenden Behandlungen raten.

(SMC)